Lítla Dímun ist die kleinste der 18 Hauptinseln der Färöer Inseln. Trotz ihrer geringen Größe zeichnet sich die Insel durch ein merkwürdiges Phänomen aus: Die Insel wird an ihrem Gipfel oft von einer linsenförmigen Wolke eingehüllt. Diese Wolken bilden sich typischerweise auf Berggipfeln oder anderen vorspringenden Kontinentalmassen. Die linsenförmige Wolke der Lítla Dímun erhebt sich über ihrem Gipfel, als würde sie einen Hut bilden. Von den Hauptinseln der Färöer ist Lítla Dímun die einzige, die unbewohnt geblieben ist, obwohl die färöischen Bauern seit Jahrhunderten auf die Insel kommen, um ihre Schafe zu weiden. Auch heute noch fahren einige Bauern jeden Herbst nach Lítla Dímun, klettern auf die glitschigen Klippen und treiben die Schafe zurück auf die Hauptinseln. Die Insel ist von den Dörfern Hvalba und Sandvík auf der Insel Suðuroy aus zu sehen. Der Besuch der Insel ist nicht ganz einfach, da das Anlanden auf der Insel durch die Küstenmorphologie erschwert wird und nur bei perfekten Wetter- und Seebedingungen möglich ist. Die Klippen können mit Hilfe von Seilen erklommen werden, die von den Schafbesitzern angebracht wurden.