Hinter dem Liviano-Palast und dem Dom, in der Via dell'Accademia, finden wir den einzigen Teil, der intakt geblieben ist und die Pracht des Palastes symbolisiert: die Loggia Carrarese, heute Sitz der Accademia dei Ricovrati, jetzt Accademia Galileiana di Scienze, Lettere ed Arti, die 1599 von illustren Literaten und Persönlichkeiten der venezianischen Kultur und Aristokratie gegründet wurde, darunter Galileo Galilei und Cesare Cremonini. Die Doppelloggia der Akademie und die angrenzenden Räume, die wir heute noch bewundern können und deren Bau im Jahr 1343 abgeschlossen wurde, waren die Residenz der Fürsten. Die schlanken und eleganten Säulen aus rosafarbenem Marmor aus Verona, die durch die Verwendung von hölzernen Architraven verschönert wurden, begrenzen auf zwei Seiten einen großen Raum, der "praetto" genannt wird, der einst als Garten genutzt wurde und auf der Westseite an die Stadtmauern grenzt. Nach dem Tod von Ubertino (1345) sah man die Notwendigkeit, einen Ort des Gebets und der Besinnung zu errichten, nicht nur für die Familie, sondern auch für die vielen Gäste, vor allem Prälaten. Die äußere Loggia wurde dann geschlossen und auf eine Kapelle reduziert, die Guariento zwischen 1355 und 1360 mit Szenen aus dem Alten Testament ausmalte. Im Laufe der Jahre beschlossen die "Ricovrati" der Accademia Patavina, die bereits seit 1780 ihren Sitz in diesem Gebäude hatten, eine Wand der Kapelle einzureißen, um den Sala delle Adunanze zu vergrößern, wodurch ein Teil der bewundernswerten Fresken zerstört wurde; sie entfernten von der Decke die Tafeln mit den berühmten Engeln, die heute im Stadtmuseum von Padua aufbewahrt werden, vergrößerten die Fenster, die die Fresken unterbrachen, und mauerten einen Teil der Loggia zu und bauten einen Schornstein im Inneren. Im Jahre 1917 wurde die Loggia von dem von den Akademikern errichteten Überbau befreit und der Portikus mit den Säulen wiederhergestellt. In der Aula der Akademie ist die Westwand noch weitgehend von den ursprünglichen Fresken bedeckt, die in zwei Bändern angeordnet sind, die jeweils von einem Fries überragt werden, in dem einige gotische, meist unleserliche Inschriften erscheinen. Unter den beiden Bändern befindet sich ein Sockel mit falschen Marmorplatten, auf dem eine Reihe von kleinen, mit Blumenmotiven verzierten Bögen ruht. Zur Ausstattung der Sala delle Riunioni gehören neben den prächtigen Fresken auch eine sehr wertvolle Karte aus dem Jahr 1784 des Kartographen Giovanni Valle, der als erster trigonometrische Berechnungen bei der Erstellung von Karten verwendete, sowie die originale halbkreisförmige Bank, die dem berühmten venezianischen Architekten Jappelli zugeschrieben wird. In einem Erdgeschossraum des Palastes kann man auch einige Fragmente von heraldischen Verzierungen aus verschiedenen Zeiten sehen, wie z.B. das "sprechende" Zeichen des Streitwagens im Wechsel mit dem Wappen des Mohren von Ubertino da Carrara. Weitere Räume und Gänge können besicht