Maijishan-Grotten Der Berg Maiji befindet sich 45 Kilometer (etwa 28 Meilen) südöstlich der Stadt Tianshui in der Provinz Gansu und erhebt sich abrupt 142 Meter (etwa 155 Meter) aus der Landschaft. Die Menschen nannten den Berg "Maiji", weil er einem Weizenstrohstapel ähnelt (mai bedeutet Weizen und ji bedeutet Stapel). Auf der schroffen Felswand, die die südwestliche Seite des Maiji-Berges markiert, haben die Menschen jahrhundertelang Nischen und Höhlen geschnitzt und so die heute als Maijishan-Grotten bekannten Höhlen geschaffen. Sie sind auch als Maijishan-Höhlen oder Maiji-Höhlen bekannt und wurden am 22. Juni 2014 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Im Inneren der Höhlen befinden sich Tonstatuen, deren Höhe zwischen 20 Zentimetern (etwa 8 Zoll) und 15 Metern (über 49 Fuß) variiert. Neben 194 buddhistischen Höhlen und Nischen, die mehr als 7.200 Tonstatuen enthalten, gibt es auch in den Maijishan-Grotten Wandmalereien von über 1.300 Quadratmetern (etwa 1.555 Quadratmeter). Diese Statuen sind Kunstwerke, die alte Handwerkskunst und die Hingabe an das buddhistische Ideal widerspiegeln. Selten findet man in China Höhlen und Statuen, die über steile Klippen gehauen wurden, und dies ist eines der charakteristischsten Merkmale der Maijishan-Grotten. Da diese Höhlen in die Klippen gehauen sind, sind sie durch Bohlenwege miteinander verbunden, die prekär an der Felswand hängen. Die Arbeiten an den Maijishan-Grotten begannen in der späten Qin-Dynastie (221 v. Chr. - 206 v. Chr.) und setzten sich bis in die Qing-Dynastie (1644 - 1911) fort. Die Nördliche Wei-Periode (386 - 534) war auch eine Zeit ihres großen Wohlstands, und der Buddhismus begann sich als kulturelle Kraft durchzusetzen. Spätere Dynastien ergänzten die Höhlen und bauten sie manchmal entsprechend den Stilen der Epoche um. Interessanterweise behielt, obwohl die Statuen am gleichen Ort errichtet wurden, keine von ihnen einen ähnlichen Stil wie die vorhergehenden bei. Statuen aus jeder Dynastie entwickelten eindeutig unterschiedliche Elemente.