Die Festung Marienberg ist das dominierende Merkmal der Stadt und überragt alles. ie ursprüngliche Burg auf dem Marienberg, einem Hügel, der bereits in der späten Bronzezeit besiedelt wurde, war vermutlich ein kleines Kastell, das die fränkisch-thüringischen Herzöge Anfang des 8. Die kreisrunde Marienkapelle ist einer der ältesten Kirchenbauten in Süddeutschland und stammt aus der Zeit um 1000. Ab 1200 wurde eine ungewöhnlich große Burg errichtet, die im Spätmittelalter und in der Renaissance erweitert wurde. Ein halbes Jahrtausend lang, von etwa 1250 bis 1720, war der Marienberg Herrschaftssitz der Würzburger Fürstbischöfe, die auch den Titel eines Herzogs von Ostfranken führten.
Nach der Erstürmung der Burg durch die Schweden im Jahr 1631 ließ Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn einen Ring aus massiven Bastionen errichten, die die Festung Marienberg prägen. Im Jahr 1945 brannte die Festung fast vollständig aus, der Wiederaufbau wurde erst 1990 abgeschlossen.
Die aus dem Jahr 706 n. Chr. stammende Marienkirche, der vierzig Meter hohe Bergfried und das Brunnenhaus mit einer über 100 Meter tiefen Zisterne sind eindrucksvolle Zeugnisse einer über 1000-jährigen Geschichte.
Vom Schlosshof aus zugänglich ist der 1.300 Quadratmeter große Fürstengarten, der nach Plänen aus dem frühen 18. Jahrhundert rekonstruiert wurde.