Die Matthiaskirche ist eine der schönsten Kirchen in Budapest und eine der einzigartigsten Kirchen Europas. Sie befindet sich auf dem Budaer Burgberg und dient den Bürgern des Burgbergs seit 1015, als sie vom ersten ungarischen König gegründet wurde. Der offizielle Name des Gotteshauses lautet: Mariä-Himmelfahrt-Kirche, aber sowohl die Budapester als auch die Touristen kennen sie als Matthiaskirche. Das heutige Gebäude ist eine Rekonstruktion einer gotischen Kirche mit Elementen aus dem 19. Jahrhundert. Die helle Fassade in Kombination mit dem Dach aus bunten Ziegeln zieht die Aufmerksamkeit auf sich.
Die Geschichte des Gotteshauses geht auf den Anfang des 11. Jahrhunderts zurück, als der ungarische König Stefan I. an dieser Stelle eine romanische Kirche gründete. Diese wurde im 13. Jahrhundert vollständig zerstört, und an ihrer Stelle wurde ein gotisches Gebäude errichtet. Von der ursprünglichen Kirche aus dem 14. Jahrhundert sind heute nur noch Fragmente erhalten: das Hauptportal, das Oratorium in der südlichen Kapelle und der südliche Turm.
Manchmal wird diese Kirche fälschlicherweise als St.-Matthias-Kirche bezeichnet, aber ihr Name stammt nicht von dem Heiligen, sondern von dem ungarischen König Matthias Corvinus. Neben der Kirche befinden sich die Fischerbastei und eine Statue von Stefan I. auf einem Pferd. Im frühen 19. Jahrhundert wurde die Kirche schließlich von Frigyes Schulek zwischen 1873 und 1896 im neugotischen Stil restauriert. Er restaurierte nicht nur die Matthiaskirche, sondern machte sie auch zu einem wunderschönen Schmuckstück auf dem Budaer Burgberg, umgeben von den Aussichtstürmen der Fischerbastei, dem historischen Dreifaltigkeitsplatz und dem Fünf-Sterne-Luxushotel Hilton.
Heute ist die Matthiaskirche ein lebendiger religiöser und kultureller Mittelpunkt Budapests mit zahlreichen kirchlichen Veranstaltungen, Hochzeiten, wunderschönen Konzerten klassischer Musik, Chorauftritten, Weihnachtsmessen, Osterfeiern und vielem mehr.