Megalochori, nur 9,5 km von der geschäftigen Hauptstadt Fira entfernt, ist ein ruhiger Zufluchtsort, der einen einzigartigen Einblick in die reiche Geschichte und Kultur von Santorin bietet. Das südwestlich von Pyrgos gelegene Dorf ist ein Musterbeispiel für ausgegrabene Siedlungen, die sich entlang des fruchtbaren Talbodens und seiner weitläufigen Ausläufer entfalten.
Historische Relevanz
Dr. Dora Monioudi-Gavala weist darauf hin, dass die frühesten Erwähnungen von Megalochori auf die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückgehen und dass es 1801 in Oliviers Darstellung von Santorin aufgenommen wurde. Die Architektur und Planung des Dorfes haben sich seither kaum verändert und bieten den Besuchern eine Art lebendiges Museum.
Spirituelle Dominanz
Wenn man das Dorf betritt, wird man vom Hauptplatz "Potamos" begrüßt, der von majestätischen Kirchen wie der Darstellung der Jungfrau Maria und Aghioi (Saint) Anargiroi flankiert wird. Auffallend sind auch die verschlungenen Kirchtürme des Zoodochos Pigi und anderer umliegender Kirchen, die die spirituelle Essenz von Megalochori darstellen.
Weinberge und Weinanbau
Megalochori liegt auf äußerst fruchtbarem Boden und ist daher ein idealer Standort für Weinberge. Das Dorf blickt auf eine reiche Geschichte des Weinbaus zurück, und noch heute findet man traditionelle Kánaves (alte Weinkellereien), die auf eine Zeit zurückblicken, in der der Weinexport, vor allem nach Russland, ein wichtiger Teil der lokalen Wirtschaft war.
Strände und Naturwunder
In der Region gibt es abgelegene Strände wie Kamara, Vigles, Almyra, Katavati und Chana. Die Einheimischen feiern traditionell bis spät in die Nacht hinein mit Musik vor der Kulisse der "Trafs", riesigen, von Wasser und Wind geformten Naturwänden, die an Mondlandschaften erinnern. Auch heute noch können Besucher an dieser Tradition teilhaben, wobei oft Esel eingesetzt werden, um die felsigen Wege zu diesen unberührten Stränden zu bewältigen.
Unvergessliche Sonnenuntergänge
Wer auf der Suche nach dem perfekten Sonnenuntergang ist, wird von der Aussicht von Aghios (St.) Efstathios am Anfang der Straße, die zum Strand von Thermi mit seinen Thermalquellen führt, nicht enttäuscht sein.
Megalochori bietet eine unvergessliche Mischung aus natürlicher Schönheit, Geschichte und lokalen Traditionen und ist damit ein Muss für jeden, der Santorin jenseits der bekannten Touristenorte erleben möchte.