Montisola ist die größte Seeinsel Europas. Auf der Insel werden Sie sich in die Vergangenheit zurückversetzt fühlen, da es auf der Insel keine Autos gibt, außer denen des Pfarrers, des Arztes und des Bürgermeisters. Die einzigen Fahrzeuge, die auf der Insel erlaubt sind, sind ein öffentlicher Bus, Motorräder von Anwohnern und Fahrräder, die über die Insel gebracht oder vor Ort gemietet werden können. Montisola ist durch eine Fährverbindung mit dem Festland verbunden, und der handlichste und nächstgelegene Punkt, von dem aus man die Insel erreichen kann, ist Sulzano. Hier können Sie die Fähre nach Peschiera Maraglio nehmen, einem alten Fischer- und Handwerkerdorf, in dem Fischerei- und Jagdnetze hergestellt werden. Dieses Dorf ist sehr charakteristisch mit der Kirche S. Michael (S. Michele) aus dem 17. Jahrhundert und seinen alten Gassen, die steil zum Berg hinauf führen. Von hier aus können Sie zwei Wege einschlagen: einer führt um die Insel herum, der andere führt nach Norden bis zum Ende der Insel. Die erste kann das ganze Jahr über genommen werden, indem man der Straße nach Sensole folgt, die die Insel im Süden umrundet, inmitten schöner Olivenbäume. Im Norden sehen Sie die Rocca Oldofredi (später Martinengo) aus dem 15. Jahrhundert und im Süden die kleine Insel S. Paolo, auf der im 11. Jahrhundert einst ein kluniazensisches Kloster stand, das heute durch eine Villa ersetzt wurde. Wenn Sie in Richtung Menzino hinaufgehen, kommen Sie an Sinchignano mit seiner Kirche S. Carlo aus dem 17. Jahrhundert vorbei und dann an Siviano, wo sich das Rathaus und der Turm von Martinengo befinden. Wenn Sie in Richtung Hafen zum See hinuntergehen, sehen Sie die Villa Ferrata aus dem 16. Jahrhundert, die heute restauriert ist. Beim Verein "La Rete" gibt es ein Netz- und Fischereimuseum. Wenn Sie an Siviano vorbeikommen, gehen Sie parallel zur Nordseite der Insel, gegenüber der kleinen Insel Loreto mit ihrem malerischen "Schloss", bei dem es sich in Wirklichkeit um eine Villa handelt, die an der Stelle eines Klosters aus dem 14.