Das Dom-Museum von Mailand ist sicherlich eine der repräsentativsten Sammlungen in der Geschichte Mailands und seiner Einwohner, ein immenser Bewahrer der Kunst und der Hingabe in all den jahrhundertealten Phasen des Baus des imposantesten Monuments der Stadt. Es ist im Palazzo Reale untergebracht und war im Laufe seiner Geschichte Protagonist von drei wichtigen Ausstellungen. Im Jahr 1953 wurde es mit einem Projekt von Ugo Nebbia eingeweiht, 1974 von Ernesto Brivio kuratiert und 2013 schließlich mit einem Entwurf von Guido Canali wiedereröffnet. Das Museum präsentiert eine außerordentliche Vielfalt an Werken, die den jahrhundertealten Werdegang des Dombaus veranschaulichen: Die 27 Ausstellungsräume, die in 13 Themenbereiche unterteilt sind, zu denen auch der sehr wertvolle Schatz des Doms gehört, zeichnen die gesamte Geschichte des Mailänder Doms nach, von der Einweihung durch die Visconti im Jahr 1386 über die wichtigen Interventionen der Borromäerfamilie bis hin zum Bau der Bronzetüren des letzten Jahrhunderts.
Die Ausstellung des Dommuseums von Mailand ist eine echte Zeitreise, die die künstlerischen Zeugnisse von sechs Jahrhunderten Stadtgeschichte sammelt und präsentiert. Unter den Meisterwerken der Kunst, Holzmodellen, Türmen, Glasfenstern, Skulpturen, Wandteppichen und Archivstücken finden sich das Evangeliar von Ariberto (XI. Jh.), die Madonna der Idee von Michelino da Besozzo (XIV. Jh.), die Gemälde von Cerano mit den Wundern von San Carlo, der Streit Jesu im Tempel von Tintoretto.
Das Dom-Museum mit seinen mehr als 200 ausgestellten Werken ist ein wesentlicher Schlüssel zum Verständnis der Geschichte Mailands und wird zu einer wahren " illustrierten Chronik " der Kunst des Doms vom 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart.