Das in Großbritannien gebaute und 600 Tonnen schwere U-Boot Lembit ist das Herzstück des neuen Museums. Lembit wurde 1936 für die estnische Marine gebaut und diente im Zweiten Weltkrieg unter sowjetischer Flagge. Es blieb 75 Jahre lang im Dienst und war das älteste noch in Betrieb befindliche U-Boot der Welt, bis es 2011 an Land gezogen wurde. Trotz ihrer langen Geschichte ist die Lembit immer noch in einem ausgezeichneten Zustand und bietet einen Einblick in die Technik der 1930er Jahre.
Eine weitere spannende Attraktion ist ein maßstabsgetreuer Nachbau des Short Type 184, eines britischen Wasserflugzeugs aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, das auch von den estnischen Streitkräften eingesetzt wurde. Die Short Type 184 hat sich ihren Platz in der Militärgeschichte dadurch verdient, dass sie das erste Flugzeug war, das ein gegnerisches Schiff mit einem aus der Luft abgefeuerten Torpedo angriff. Da keines der Original-Wasserflugzeuge überlebt hat, ist der Nachbau im Wasserflugzeughafen die einzige Nachbildung des Flugzeugs in Originalgröße auf der ganzen Welt.
Simulatoren, die einen Flug über Tallinn nachahmen, eine Weltreise im gelben U-Boot und eine Fahrt durch die Tallinner Bucht machen dieses Museum zu einem Paradies für Kinder und abenteuerlustige Erwachsene.
Der Wasserflugzeughafen ist in architektonisch einzigartigen Hangars untergebracht, die vor fast einem Jahrhundert, 1916 und 1917, als Teil der Seefestung Peter des Großen gebaut wurden. Diese Hangars sind die weltweit ersten Stahlbetonschalenbauten von solcher Größe. Charles Lindbergh, der Mann, der den ersten Alleinflug über den Atlantik unternahm, landete hier in den 1930er Jahren.
Auf dem Freigelände können Besucher eine Sammlung historischer Schiffe besichtigen, darunter die Suur Tõll, Europas größter dampfgetriebener Eisbrecher.
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