Die Mutterkirche, die den Heiligen Petrus und Paulus geweiht ist, ist ein wichtiges religiöses Gebäude in Pisticci, Basilikata. Sie wurde an der Stelle eines früheren Sakralbaus aus dem 13. Jahrhundert errichtet, von dem nur noch der Glockenturm erhalten ist. Das Gotteshaus wurde zwischen 1540 und 1550 von den aus der Lombardei stammenden Maurermeistern Antonio und Pietro La Viola erbaut. Diese Baumeister flüchteten nach Pisticci, um einem Haftbefehl zu entgehen, da sie des Mordes beschuldigt wurden.
Die Mutterkirche hat ein grandioses Aussehen, mit einer Fassade im romanischen Stil und einem Satteldach. Das Innere der Kirche hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes und ist in drei Schiffe mit Seitenkapellen und Altären im Barockstil unterteilt. Unter den Altären befinden sich eine Reihe von Hypogäen, die seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Begräbnisstätten für den Klerus und die Gläubigen genutzt wurden.
Im Laufe der Jahrhunderte hat das Gotteshaus der Mutterkirche verschiedene Renovierungen und Ausschmückungen erfahren. Im Inneren der Kirche befinden sich wertvolle Gemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die der neapolitanischen Schule angehören.
Dazu gehören mehrere Gemälde im Stil Caravaggios, die Domenico Guarino zugeschrieben werden und aus dem 18. Jahrhundert stammen, darunter die Madonna del Carmine und die Madonna del Pozzo sowie andere, die die Rosenkranzgeheimnisse darstellen.
Diese Beschreibung bestätigt die historische und künstlerische Bedeutung der Mutterkirche in Pisticci und zeigt ihre architektonische Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte.