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Parks und Gärten 📍 San Fuego 70, Aruba

Nationalpark Arikok: Vulkane und Lava in Aruba

Unter deinen Füßen ist der Felsen schwarz und rau, geformt durch Eruptionen, die vor Millionen von Jahren stattfanden. Der Nationalpark Arikok, der etwa 18% der Gesamtfläche von Aruba einnimmt, ist ein Gebiet, in dem die Geologie lauter spricht als jedes touristische Schild. Wir...

Nationalpark Arikok: Vulkane und Lava in Aruba — San Fuego 70, Aruba.

Ort
San Fuego 70
Kategorie
Parks und Gärten
Öffnungszeiten
Wetter jetzt
↗ Route

Entdecke Nationalpark Arikok: Vulkane und Lava in Aruba

Unter deinen Füßen ist der Felsen schwarz und rau, geformt durch Eruptionen, die vor Millionen von Jahren stattfanden. Der Nationalpark Arikok, der etwa 18% der Gesamtfläche von Aruba einnimmt, ist ein Gebiet, in dem die Geologie lauter spricht als jedes touristische Schild. Wir sind in Santa Cruz, im östlichen Inland der Insel, fernab von den weißen Stränden, die Aruba berühmt gemacht haben. Hier ist die Landschaft rau, windig, dominiert von vulkanischen Formationen, die wie von einem anderen Planeten stammen.

Der Park wurde offiziell im 2000 gegründet, aber die geologische Geschichte, die er erzählt, ist ungleich älter. Die magmatischen Gesteine, die entlang der Wanderwege zutage treten, gehören zu Formationen, die über 100 Millionen Jahre alt sind, als die unterseeische vulkanische Aktivität die Grundlagen dieser karibischen Insel schuf. Es handelt sich nicht um aktive Vulkane — Aruba ist geologisch stabil — sondern um das, was bleibt, nachdem das Feuer erloschen ist: kollabierte Calderen, Lavakanäle, Klippen, die von Kräften geformt wurden, die nicht mehr existieren.

Die vulkanischen Formationen: Was man aus der Nähe sehen kann

Eines der faszinierendsten Elemente des Parks sind die Lavatunnel, lokal als cunucu in der Papiamento-Tradition bezeichnet. Diese unterirdischen Kanäle entstanden, als die äußere Lava erstarrte, während die innere weiter floss und begehbare Hohlräume hinterließ. In einigen dieser Formationen leben Kolonien von Fledermäusen, die während der Abendstunden sichtbar sind. Eine Taschenlampe mitzunehmen ist unerlässlich für diejenigen, die sich in diese Räume wagen möchten.

Entlang der Wege, die zur Ostküste führen, zeigen die Klippen Schichten aus Basalt und Sedimentgestein, die wie Seiten eines Buches über Naturgeschichte übereinanderliegen. An einigen Stellen kann man mit bloßem Auge den Farbunterschied zwischen den dunkleren vulkanischen Gesteinen und den helleren Kalksteinformationen beobachten, die in späteren Epochen abgelagert wurden. Diese Überlagerung erzählt die geologische Transformation der Insel mit einer fast didaktischen Klarheit.

Die Küstenlandschaft: wo die Lava auf das Meer trifft

Die Ostküste des Parks, die auf das Karibische Meer blickt, gehört zu den dramatischsten Regionen der gesamten Insel. Die Wellen des Atlantiks — denn technisch gesehen ist dies die windzugewandte Küste — brechen mit erheblicher Kraft gegen die Klippen, und das Ergebnis ist eine Landschaft aus natürlichen Pools, die in das Lava-Gestein gegraben sind und mit Meerwasser gefüllt sind. Der bekannteste ist der Conchi Natural Pool, der nur zu Fuß oder mit einem Geländewagen über unbefestigte Wege innerhalb des Parks erreichbar ist.

Den Conchi zu erreichen, erfordert etwa 45 Minuten Fußweg auf einem markierten Pfad von dem nächstgelegenen Parkplatz aus oder eine organisierte Jeep-Tour, die von Oranjestad oder Eagle Beach startet. Der Pool ist durch eine natürliche Felsbarriere geschützt, die die Wellen dämpft, sodass das Baden auch bei unruhigem offenen Meer möglich ist. Der Blick auf die umliegenden Klippen, mit dem grün-blauen Wasser, das im Kontrast zum Schwarz des Vulkangesteins steht, ist einer dieser Momente, die den gesamten Besuch rechtfertigen.

Flora und Fauna: das Leben, das auf Lava wächst

Auf diesem scheinbar feindlichen Boden wächst eine zähe und an Trockenheit angepasste Vegetation. Der Park beherbergt verschiedene Arten von Kakteen, darunter den Kadushi — den säulenförmigen Kaktus, der typisch für Aruba ist — und den Divi-Divi, den Baum, der das Symbol der Insel ist, der dauerhaft vom Passatwind aus Osten gebogen ist. Diese Bäume, mit ihrer asymmetrischen und fast skulpturalen Form, sind eines der erkennbarsten visuellen Elemente der Landschaft im Inneren.

Unter der Fauna schützt der Park verschiedene Arten von endemischen Reptilien, darunter die nicht giftige Coluber-Schlange und einige lokale Eidechsen. An den Küstengebieten kann man Meeresvögel beobachten, während die inneren Pfade bei Sonnenaufgang die besten Möglichkeiten bieten, die Tierwelt zu beobachten, ohne sie zu stören.

Praktische Tipps für den Besuch von Arikok

Der Park ist täglich geöffnet und das Eintrittsticket kostet etwa 11 US-Dollar für Erwachsene. Die beste Zeit für einen Besuch ist früh am Morgen, zwischen 7:00 und 10:00 Uhr, wenn die Temperaturen kühler sind und das Licht günstig für die Fotografie ist. Die Sonne von Aruba ist in den zentralen Stunden des Tages unerbittlich, und die dunklen Felsen absorbieren erheblich Wärme.

Es wird empfohlen, robuste Wanderschuhe zu tragen — die vulkanischen Oberflächen sind uneben und scharf — und mindestens anderthalb Liter Wasser pro Person mitzunehmen. Es gibt keine Verpflegungspunkte im Park. Um Arikok von Oranjestad aus zu erreichen, führt der direkteste Weg über Santa Cruz und benötigt etwa 20-25 Minuten mit dem Auto. Taxis sind verfügbar, aber teuer für längere Stopps; ein Geländewagen zu mieten ist die flexibelste Lösung für diejenigen, die die inneren Pisten erkunden möchten.

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