Der "Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina", der sich über 100 km Küstenlinie von Porto Covo im Alentejo bis nach Burgau an der Algarve erstreckt, ist der am besten erhaltene Abschnitt der europäischen Küste mit mehreren einzigartigen Tier- und Pflanzenarten, der viele Zoologen und Botaniker aus der ganzen Welt anzieht.
Die Landschaft ist durch steile Klippen gekennzeichnet, die im Symbol des Parks dargestellt sind und denen die Erosion im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten Formen und Farben verliehen hat.
Viele Vogelarten werden hier gesichtet, wie z.B. die seltenen Fischadler, obwohl die wichtigste zweifellos der Weißstorch ist, der an diesem weltweit einzigartigen Ort zwischen den Felsen nistet. Eine weitere Rarität ist der Fischotter, der nur hier in Portugal (und in Europa) in einem marinen Lebensraum beobachtet werden kann. Die Flora, zu der die meisten der im Land am weitesten verbreiteten Arten gehören, umfasst auch Pflanzen, die es nur im Park gibt, wie zum Beispiel die Biscutella vicentina oder den Plantago Almogravensis.
Die Strände, die besonders von Surfern frequentiert werden, gehören zu den besten des Landes. Die Vielfalt ist enorm, von den größten Sandstränden bis hin zu kleinen Buchten, die sich zwischen Felsen und Klippen verengen. Unter ihnen können wir Porto Covo, Malhão, Vila Nova de Milfontes, Almograve, Monte Clérigo, Arrifana und Praia do Amado nennen. Wenn man genügend Energie und die Bereitschaft zum Wandern hat, da der Zugang zu den Stränden nicht immer einfach ist, kann man viele weitere in einem halbwilden Zustand entdecken.
Am südwestlichen Ende des Parks empfehlen wir einen Besuch des Leuchtturms Cabo de São Vicente, dem die Küste ihren Namen verdankt, und ganz in der Nähe Punta de Sagres, wo die berühmte, im 15. Jahrhundert von Infante D. Henrique gegründete Nautikschule stand.