Auf halbem Weg zwischen einer Reihe von Seifenblasen auf dem Boden und den runden Formen des Planeten Mars hat sich das Palais Bulles im Laufe der Jahre den Titel des ungewöhnlichsten und räumlichsten Gebäudes der Welt verdient. Wir sind an der Côte d'Azur, in Théoule-sur-Me um genau zu sein, mit Blick auf die Bucht von Cannes. Hier wurde zwischen 1975 und 1989 der so genannte "Palace of Bubbles" gebaut. Das vom ungarischen Architekten Antti Lovag für den französischen Industriellen Pierre Bernard entworfene Gebäude erlangte besondere Berühmtheit, nachdem es von dem Modedesigner Pierre Cardin erworben wurde. Der Designer verwandelte es nämlich mehrmals in den perfekten Rahmen für die Modenschauen seiner gleichnamigen, 1950 gegründeten Marke, aber auch als Location für private Veranstaltungen. Einzigartig in seiner Art: 1200 Quadratmeter, die in blasenförmigen Modulen organisiert sind. Es gibt keine Kanten, Ecken oder gar gerade Linien: Die kugelförmige Konstruktion, die zeitweise an die Oberfläche des Mars erinnert, ist ausschließlich von Kurven und Rundungen geprägt. Das am Rande des Esterel-Massivs gelegene Gebäude gilt als Sinnbild der futuristischen Architekturbewegung der 1970er Jahre. Das Ziel des ungarischen Architekten war es, prähistorische Höhlenwohnungen zu reproduzieren, indem er eine Villa schuf, in der alles rund ist. Nicht nur die äußere Struktur, Blasen in der Tat wieder in den Pools, tropische Gärten und Zimmer, die das Gebäude zu charakterisieren. Die Innenräume tragen zu der fabelhaften und räumlichen Atmosphäre bei, die dem majestätischen Haus im Laufe der Jahre zugeschrieben wurde. Tatsächlich gibt es einen blasenförmigen Saal, einen Panoramasaal und ein Open-Air-Amphitheater, das die Klippe überblickt und bis zu 500 Personen fassen kann.