Sie wurde 1239 von Meister Richard erbaut und hat die Form eines Parallelepipeds, wie die Inschrift neben dem Eingangsportal besagt. Die Fassade, die von drei Reihen zweibogiger Fenster zwischen den Fackelträgern und den Bannerträgern durchzogen ist, zwischen denen die Maßeinheit der Gemeinde, der Volterranische Stock, eingefügt ist, ist mit den Della Robbia-Wappen der florentinischen Magistrate aus dem 15. bis 16. An den Seiten wurden 1472, als der Palazzo zum Sitz des Justizkapitäns wurde, die beiden Säulen mit den beiden Marbocci, die das florentinische Wappen tragen, hinzugefügt, um die florentinische Herrschaft über die Stadt zu symbolisieren. Der Palast wird von einem fünfeckigen Turm überragt, der seine heutige Bekrönung nach dem Erdbeben von 1846 von dem Architekten Mazzei erhielt, der auch andere Eingriffe an den Gebäuden gegenüber dem Platz vornahm. Im Inneren, das mit den Wappen der florentinischen Kapitäne geschmückt ist, befindet sich eine Kreuzigung mit Heiligen, ein Fresko von Pier Francesco Fiorentino, der auch die andere Kreuzigung im Vorzimmer des Bürgermeisters gemalt hat, während die Jungfrau mit dem Kind Raffaellino del Garbo zugeschrieben wird. Im Saal des Maggior Consiglio, der im 19. Jahrhundert mit Inschriften und Wappen verziert wurde, befindet sich ein Fresko auf Leinwand mit der Verkündigung zwischen den Heiligen Cosmas und Damian und Justus und Octavian von Jacopo di Cione und Nicolò di Pietro Gerini. Auf der rechten Seite befindet sich eine Leinwand mit Lünetten, die die Hochzeit zu Kana von Donato Mascagni aus dem 16. Jahrhundert darstellt. Im angrenzenden Saal, dem so genannten Sala della Giunta, befinden sich: eine Tafel mit der Darstellung von Persio Flacco von Cosimo Daddi, ein monochromes Fresko auf Leinwand mit der Darstellung des Heiligen Hieronymus, zwei kleine Gemälde mit der Anbetung der Könige von Giandomenico Ferretti (18. Jh.) und der Geburt der Jungfrau von Ignazio Hugford, ein Gemälde mit Hiob von Donato Mascagni. In der Gegenwand: Sinopie des Freskos der Verkündigung im Konzilssaal: ringsherum fein eingelegte Holzständer aus dem 15. Jahrhundert vom Monte Pio.