In Arenzano befindet sich einer der schönsten historischen Gärten Liguriens, der Park der Villa Negrotto Cambiaso, der direkt am Meer liegt. Bei einem Spaziergang durch die Grünanlagen fällt der Blick sofort auf das Jugendstilgewächshaus, das noch einen Teil seiner ursprünglichen Pracht bewahrt hat, auf die Pfauen mit ihrem schillernden Gefieder und auf die majestätischen, jahrhundertealten Bäume des Parks. Die Villa ist durch zwei Hauptalleen mit dem Außenbereich verbunden. Auf dem Vorplatz sind die Blumenbeete in gewundene Mosaike aus schwarzen und weißen Meereskieseln gehüllt, die besonders reiche florale Motive ergeben. Rundherum gibt es ein erstaunliches Spektakel von gewöhnlichen und exotischen Pflanzenarten, die in Ligurien selten sind. Die alten und wertvollen Bäume im Park sind leicht zu erkennen, da jeder Baum mit einer Tafel versehen ist, die seinen Namen und sein Alter beschreibt. Auf den Wegen, die an Höhlen, Kiosken, kleinen Seen, Bächen und Wasserspielen vorbeiführen, kann man die Libanon-Zeder, ein 125 Jahre altes, 30 Meter hohes Monument der Vegetation, bewundern, die den Schwanensee im unteren Teil des Parks überragt, den Kampfer mit seinem breiten und dichten Laub, eine Pflanze, die 1880 von der Marquise Pallavicino eingeführt wurde, die Sumpfzypresse, den Kelophyt und die Riesen-Thuja. Es gibt zahlreiche jahrhundertealte Mammutbäume, Palmen aus Afrika und imposante Magnolien.
Es gibt drei Eingänge in den Park: Der westliche Eingang von der Piazza Rodocanachi führt durch das mittelalterliche Dorf und folgt dem Mauerweg, von dem aus man einen hervorragenden Blick auf das südliche Gebiet hat. Die beiden anderen Eingänge, im Osten an der Piazza Allende und im Norden an der Via Sauli Pallavicino, führen zu zwei geraden Alleen, die beide zur zentralen Villa führen. Das monumentale Jugendstilgewächshaus ist eines der größten in Europa. Es wurde 1931 von Marchesa Matilde Negrotto Cambiaso bei dem Architekten Lamberto Cubani in Auftrag gegeben. Sie ist sehr weiß, ganz aus Glas und Eisen, mit einem zentralen Körper, der von einer Kuppel überragt wird, und wurde nach dem Vorbild ähnlicher Modelle im viktorianischen England Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. In der letzten Aprilwoche findet in der Serra Liberty FlorArte statt, eine Ausstellung mit Werken ligurischer Künstler, die mit fantasievollen Blumenkompositionen kombiniert werden. Neben den botanischen Raritäten ist auch die reiche Fauna der Villa von großem Interesse: Gänse, Pfaue, Enten und Wasserschildkröten bevölkern die Rasenflächen und Teiche.