Der Himmelstempel befindet sich im Südosten der Verbotenen Stadt. Er erstreckt sich über eine Fläche von 273 Hektar, das ist viermal so groß wie die Verbotene Stadt. Er wurde von den Kaisern der Ming- und Qing-Dynastien genutzt, um eine Gedenkfeier für den Gott zur Wintersonnenwende abzuhalten und um für die Ernte im ersten Monat des Mondjahres zu beten. Es ist Chinas derzeit größtes Bauwerk zur Opferung des Himmels. Historischen Aufzeichnungen zufolge lässt sich die Geschichte der altchinesischen Aktivitäten der formalen Verehrung von Himmel und Erde bis ins zweite Jahrtausend v. Chr. zurückverfolgen, das in der Xia-Dynastie lag. Die alten chinesischen Kaiser behaupteten, der "Sohn des Himmels" zu sein, sie respektierten den Himmel außerordentlich. Die Geschichte jedes Kaisers galt als eine sehr wichtige politische Aktivität, Himmel und Erde zu opfern. Und das Gotteshaus spielte eine entscheidende Rolle bei der Errichtung der kaiserlichen Hauptstadt. Der Tempelkomplex wurde von 1406 bis 1420 während der Regierungszeit des Yongle-Kaisers der Ming-Dynastie errichtet, der auch für den Bau der Verbotenen Stadt in Peking verantwortlich war. Derzeit befindet er sich in Dongcheng Beijing, China. Der Komplex wurde während der Herrschaft des Jiajing-Kaisers im 16. Jahrhundert erweitert und in Himmelstempel umbenannt. Jia ging baute auch drei weitere prominente Tempel in Peking, den Sonnentempel (日壇) im Osten, den Erdtempel (地壇) im Norden und den Mondtempel (月壇) im Westen. Der Himmelstempel wurde im 18. Jahrhundert unter dem Qianlong-Kaiser renoviert. Zu diesem Zeitpunkt war der Staatshaushalt nicht mehr ausreichend, so dass dies die letzte große Renovierung des Tempelkomplexes in der Kaiserzeit war. Der Himmelstempel wurde 1998 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und wurde beschrieben als "ein Meisterwerk der Architektur und Landschaftsgestaltung, das einfach und anschaulich eine Kosmogonie von großer Bedeutung für die Entwicklung einer der großen Zivilisationen der Welt veranschaulicht..." wie der "symbolische Anordnung und Gestaltung des Himmelstempels über viele Jahrhunderte hinweg einen tiefgreifenden Einfluss auf Architektur und Planung im Fernen Osten hatte."