Die Pfarrkirche San Floriano liegt auf 750 m Höhe, gegenüber der Kirche San Pietro, auf der anderen Seite des Baches But, und ist eine der ältesten in Carnia. Sie wurde vielleicht schon im 9. bis 10. Jahrhundert gebildet. Sie steht auf einem Felssporn des Berges "Gjaideit" in strategischer Lage und erhebt sich über 300 Meter über das But-Tal. Von diesem Gipfel schweift der Blick über die Berg- und Tallandschaft nach Norden Richtung Kärnten und nach Westen Richtung Cadore. Wie die anderen Pfarrkirchen ist sie durch ihre strategische Lage mit den Pfarrkirchen S. Maria beyond But und San Pietro verbunden. Es gehörte also zu jenen "Ausguck"-Gebäuden, Pfarrkirchen und Burgen (San Nicolò di Alzeri in Arta, Sutrio, San Daniele di Paluzza, Cesclans und über Buia bis nach Aquileia), die zum Austausch von Signalen genutzt werden konnten. Die Pfarrkirche mit mittelalterlichem Grundriss, mit einem einzigen Schiff und einer polygonalen Apsis, die sich durch steinerne Strebepfeiler auszeichnet, weist die typische Dacheindeckung in "embrici a scaglie" (flache Ziegel mit erhöhten Rändern) auf. Das heutige Gebäude stammt aus dem vierzehnten Jahrhundert, mit späteren Überarbeitungen im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert und enthält Teile der früheren Gebäude: einige Wände und Gemälde aus dem dreizehnten Jahrhundert, andere aus dem vierzehnten Jahrhundert, wieder andere aus der Zeit um 1480. Der älteste sichtbare Bereich ist das Fresko mit dem Wappen der Kastellane von Illegio, das auf die Mitte des 12. Jahrhunderts zurückgeht. Ein kostbares Astylar-Kreuz mit Emaillen aus Limoges, das einzige erhaltene Objekt des antiken Schatzes, stammt aus dem XII Jahrhundert. Im Inneren befinden sich die Reste des Hochaltars aus geschnitztem und vergoldetem Holz, ein Werk von Domenico da Tolmezzo aus dem Jahr 1497, dessen Originalstatuen gestohlen wurden. Man kann auch die Fresken von 1604 des Malers Giulio Urbanis bewundern, die in der Seitenkapelle dem Martyrium des Heiligen Floriano gewidmet sind, sowie den geschnitzten und bemalten Steinaltar von 1511 von Carlo da Carona.