Genepì del Piemonte Geografische Angabe ist ein Likör, der durch Extraktion der Wirkstoffe der Pflanzen der Arten Artemisia genipi Weber, A. mutellina Vill., A. glacialis L., A. nivalis Br.-Bl., A. petrosa Jan. durch Aufguss oder Suspension der Pflanzen selbst in einer hydroalkoholischen Lösung gewonnen wird. Das verwendete Genepi muss von Wildpflanzen und/oder von Pflanzen und/oder aus Anbauten, die sich im ausgewiesenen Erzeugungsgebiet befinden. Bei den Bewohnern der Westalpen und insbesondere in dem als "Okzitanien" bekannten Gebiet stellt die Verwendung der Heilpflanze Genepì seit jeher eine weit verbreitete therapeutische Methode bei vielen Entzündungs- und Verdauungserkrankungen dar. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts führte der königliche Notar Stefano Pin in Fenestrelle als erster die Destillation und den Destillierapparat in den piemontesisch-okzitanischen Tälern ein, und sein Sohn Stefano Giuseppe, der von seinen Studien profitierte, begann mit der Herstellung von Genepì und beschrieb in einem Rezeptbuch aus dem Jahr 1823 detailliert die bei der Herstellung verwendeten Systeme. In den folgenden Jahrzehnten begannen sich die Fabriken der Umwandlung des Grases in Likör zu verbreiten, und angesichts der beträchtlichen Zunahme von ihnen und um eine wachsende Nachfrage nach Rohstoff zu befriedigen, um die Mitte des Jahres 1900 sind die ersten Anbauten von genepi gestartet. Im Jahr 2000 wurde im Piemont eine konkrete Aktion zum Schutz und zur Förderung des Genepi-Anbaus gestartet, mit dem Ziel, die besten Anbautechniken zu definieren und die Möglichkeit einer Ausweitung des Anbaus zu bewerten.