Pietrapertosa ist eine Stadt in der Provinz Potenza, die in der Nähe der malerischen Gipfel der lukanischen Dolomiten liegt und zum Kreis der schönsten Dörfer Italiens gehört.
Pietrapertosa zeigt sich als ein antikes Dorf, dem es gelungen ist, im Laufe der Zeit sein mittelalterliches Aussehen zu bewahren, vor allem im ältesten Teil, der sich an den Hängen des Schlosses befindet und noch immer den antiken sarazenischen Namen "Arabat" trägt; charakterisiert durch enge Gassen und Sackgassen. Die typischen Einfamilienhäuser, die in Reihen von oben nach unten angeordnet sind, passen sich dem Boden an und werden zu einem integralen Bestandteil der Umgebung, so dass der Fels oft die Funktion der Hauswand übernimmt. Wenn man Pietrapertosa besucht, hat man das Gefühl, dass alles nach dem Felsen geregelt ist, zum Beispiel die zahlreichen Treppen, sind ein Beispiel für die Symbiose zwischen der Stadt, ihren Bewohnern und dem Felsen, die Manifestation des Lebens auf dem eigenen Territorium, das die massive Präsenz der Natur nicht verleugnen kann, sondern sie zu einem integralen Bestandteil der städtischen Struktur machen muss. Pietrapertosa hat seinen Namen von der antiken Petraperciata, d.h. "durchbohrt" aufgrund des Vorhandenseins eines seitlich durchbrochenen Felsens, und ist die höchstgelegene Ortschaft der Basilikata. Mit seinen 1088 m Höhe entwickelt sich Pietrapertosa auf den Felsen der lukanischen Dolomiten, gut geschützt vor möglichen Einfällen aus dem Tal. Dieser Charakter einer natürlichen Festung und die Möglichkeit, das Basento-Tal zu beherrschen, haben seit der Antike zur Präsenz des Menschen beigetragen. Die Ursprünge des Dorfes sind ungewiss, auch wenn die anerkanntesten Theorien eine Befestigung um das IV. Jahrhundert v. Chr. durch den Utiana-Stamm, der das obere und mittlere Basento-Tal besetzte, bezeugen. Sicherere Nachrichten haben wir ab dem zehnten Jahrhundert, als das befestigte Dorf von einer Sarazenenbande unter Führung des Häuptlings Luca besetzt wurde, eines Griechen, der zum Islam konvertierte und bis zu seiner Vertreibung zahlreiche Raubzüge in den Nachbarstädten durchführte.