Pievebovigliana, ein kleines Dorf in der Provinz Macerata, hat sehr alte Ursprünge: Siedlungen, neolithische Töpferwaren und eisenzeitliche Materialien zeigen, dass der Urmensch das Tal des Chienti und seiner Nebenflüsse, darunter auch des Fornace, als Wohnsitz wählte, und hier beginnt auch die Geschichte des Dorfes. Wenn Sie in Pievebovigliana ankommen, müssen Sie unbedingt die eindrucksvollen Straßen und Treppen des Schlosses hinaufgehen, das das historische Zentrum der Stadt bildet. Von der 1528 zerstörten Burg sind nur noch einige wenige Gebäude erhalten, während die alte "Kessel"-Struktur noch deutlich zu erkennen ist. Zwischen den Häusern der Siedlung, die ihren mittelalterlichen Stadtgrundriss beibehalten hat, eröffnen sich malerische und stimmungsvolle Ausblicke. Im Herzen des historischen Zentrums befindet sich die Kirche Santa Maria Assunta mit einer Krypta aus dem 11. Jahrhundert. Im Inneren des Rathauses kann man das Museum von Pievebovigliana besichtigen, das aus einem Komplex von Museen besteht. Dazu gehören: das Archäologische Museum "Valerio Cianfarani" (das die im Gemeindegebiet entdeckten Funde sammelt, darunter eine anthropomorphe Glaspaste aus phönizisch-punischer Produktion aus dem 4. Jh. v. Chr. und ein Frauenkopf aus Ton, der zur mittelitalischen Tradition des 1. bis 1. Jh. v. Chr. gehört), das Stadtmuseum "Raffaele Campelli" (mit Werken von Cola Pietro Campelli), das Museum "Pievebovigliana" (mit Werken von Cola Cianfarani) und das Museum "Pievebovigliana" (mit Werken von Cola Cianfarani). (mit Werken von Cola di Pietro, Venanzo da Camerino, Simone De Magistris), das Museo Storico del Territorio (das die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Gebiets rekonstruiert, mit ausführlichen Studien über die häusliche Weberei und die Herstellung von handgefertigten Ziegeln sowie einer Abteilung, die der Geschichte der Brennerei Varnelli gewidmet ist, ein 1868 in Pievebovigliana gegründetes Unternehmen von internationalem Ruf), die Sammlung Gino Maretta (einer der größten Vertreter der zeitgenössischen italienischen Kunst), der dem Komponisten Filippo Marchetti gewidmete Ausstellungsraum und die Sammlung von Holzschnitten von Maria Ciccottì.