Das 1732 von Herzog Giuseppe Sforza Cesarini eingeweihte Teatro Argentina beherbergt im Dachgeschoss ein kleines Museum, das seine Geschichte dokumentiert und 1973 von Cecilia Pericoli Ridolfini entworfen wurde. Das Museo del Teatro Argentina gliedert sich in drei Bereiche: der erste, topographische, dokumentiert die Veränderungen des Stadtgebiets, in dem das Theater gebaut wurde; der zweite umfasst Reste der antiken Struktur und der früheren Dekoration des Theaters: vier Fragmente des ältesten erhaltenen Velariums (Decke) sind ausgestellt, mit Putten und Blumenschmuck (sec. XVIII-XIX. Jahrhundert); zwei Wandgemälde im pompejanischen Stil (Ende des XIX. Jahrhunderts); die letzte Karikatur und fünf Originalstudien für den Vorhang mit der Darstellung der "Ninfa Egeria che consiglia Numa Pompilio"; zwei vorbereitende Zeichnungen für den Vorhang des Apollo-Theaters, alles Werke des berühmten römischen Malers Cesare Fracassini (1838-1868). Ebenfalls von grossem Interesse: eine Karikatur von Nicola Zabaglia von P.L. Ghezzi (1674-1755); ein antikes, ausgehöhltes (Fachwerk) aus Silbertanne der ursprünglichen Theaterdecke; eine Holzrotunde aus dem 18. Jahrhundert zum Heben des Vorhangs und der Szenen; Basreliefs von A. Biagini (1926), die auf die Neubearbeitung von Marcello Piacentini zurückgehen.
Das Thema des dritten Abschnitts ist das Leben des Theaters, illustriert mit Kostümen aus "I Masnadieri", Fotos von Plakaten, Zeichnungen und Porträts von Sängern, Schauspielern und Tänzern (darunter die berühmte Fanny Essler), von der Uraufführung der Oper "Berenice" (1732) bis zu den Bühnenbildern des 20.