er Rossese di Dolceacqua wird häufig "ad alberello" angebaut, wie es die mediterrane Tradition vorschreibt, so dass das Laub der Pflanze im Sommer den Fuß und damit die Wurzel beschattet, um sie in den heißesten Stunden vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Die Reben werden in undurchlässigen Bereichen angebaut, in denen alle für die Pflege der Rebe notwendigen Arbeiten notwendigerweise von Hand ausgeführt werden. Einige glauben, dass die Einführung der Weinrebe in Ligurien den alten Griechen zu verdanken ist, andere behaupten, dass die Etrusker als erste mit dem Weinanbau im westlichen Teil der Region begonnen haben. Wahrscheinlich haben beide Recht, auch wenn der noch vorhandene Baumbestand von den bedeutenden Spuren zeugt, die die hellenischen Kolonisten hinterlassen haben. Der Anteil der verwendeten Rebsorte ROSSESE muss mindestens 95 % betragen und kann durch andere lokale nicht aromatische rote Rebsorten ergänzt werden, die in den Weinbergen vorhanden sind (höchstens 5 %). Der Höchstertrag pro Hektar liegt bei 90 Doppelzentnern; in Wirklichkeit sind die Erträge auch deshalb niedriger, weil die Rebstöcke oft alt und daher weniger produktiv sind als junge.
Die Rossese di Dolceacqua hat ein großes Blatt mit fünf Lappen; die Traube ist mittelgroß, kegelstumpfförmig, geflügelt und durchschnittlich kompakt; die Beere ist rund und von dunkelvioletter Farbe, leicht wachsartig. Ein weiterer Rossese-Wein wird aus denselben Trauben hergestellt, nämlich der von der Riviera Ligure di Ponente. Die Eigenschaften dieses Weines, der zu den meistgeschätzten Weinen Liguriens gehört, lassen sich wie folgt zusammenfassen: - Er hat eine rubinrote Farbe, die mit zunehmendem Alter zu Granatrot tendiert; - intensives, aber delikates Weinaroma, anhaltend mit Noten von Rose, Veilchen und Johannisbeere, in einigen Produktionen von Erdbeere; - weicher Geschmack, warm, oft samtig, mehr oder weniger aromatisch, mit einer angenehmen, leicht bitteren Note durch die Tannine, reich an Textur und Körper; - Mindestalkoholgehalt 12° (13° für den Typ Superior); - Mindestsäuregehalt 4,5‰ - Mindesttrockenextrakt 23‰ Der höhere Typ muss mindestens bis zum 1. November des Jahres gereift sein nach dem Erntejahr. Die optimale Reifezeit liegt zwischen vier und acht Jahren. Er eignet sich als Beilage zu Fleischgerichten im Allgemeinen und zu einem Kaninchenauflauf im Besonderen. Serviertemperatur etwa 18°.
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