Die Rote Fabrik ist eine ehemalige Fabrik im Stadtteil Wollishofen in Zürich, Schweiz. Sie wird heute als Musik- und Kulturzentrum genutzt. Das bekannte Kulturzentrum vereint Konzerte, Kunstinterventionen, Film- und Theateraufführungen zu gesellschafts- und kulturpolitischen Themen unter einem Dach.
Die "Shedhalle", eine Institution für zeitgenössische und kritische Kunst, und das Restaurant befinden sich ebenfalls in den Räumlichkeiten der "Roten Fabrik".
Die "Rote Fabrik" war bis 1940 eine Seidenweberei. Nach ihrer Schliessung standen viele Räume der Fabrik leer oder wurden als Lagerräume genutzt. Dagegen wehrte sich die Zürcher Jugendbewegung in den 1970er und 1980er Jahren. Sie forderte ein eigenes, unabhängiges Kulturzentrum und sah das Fabrikareal als geeigneten Ort dafür.
Doch die Jugendbewegung wurde nicht sehr ernst genommen. Erst nach zahllosen Demonstrationen und einigen Krawallen wurde das Fabrikgelände an die "Interessengemeinschaft Rote Fabrik" vermietet (die es übrigens heute noch gibt). Bald darauf spielten hier Bands wie Nirvana, Red Hot Chili Peppers, Bad Religion und Manu Chao legendäre Konzerte, bevor sie in Europa überhaupt bekannt waren. Günter Grass und Alice Schwarzer lasen im Clubraum, während im Fabriktheater Aufführungen und Diskussionsabende mit einem interessierten jungen Publikum stattfanden.
1987 wurde aus dem Provisorium schließlich ein Dauerbetrieb. Das Konzept der "Reds" funktioniert bis heute.