In der Romagna gibt es nur wenige Menschen, die die Saraghina nicht kennen, die auch Papalina genannt wird, weil sie in der Antike nur vor den päpstlichen Besitzungen an der oberen Adria gefischt wurde; auch viele, die aus touristischen Gründen hierher kommen, haben sie schätzen gelernt, nachdem sie sie in ihren verschiedenen gastronomischen Zubereitungen kennengelernt haben, die in den Tausenden von Restaurants entlang der Küste angeboten werden und bei den vielen Festen und Messen in der Region immer präsent sind. Typische lokale Produkte: die Saraghina, der blaue Fisch der AdriaDie Saraghina ist keine Sardine, weil sie größer ist; sie ist keine Sardelle, weil sie kleiner ist; sie ist einfach die Saraghina: eines der Symbole der Romagna und ihrer Küche; ein so starkes Symbol, dass sogar der Regisseur Federico Fellini aus Rimini eine seiner Figuren in "8 e mezzo" nach ihr benannt hat; einst war die Saraghina für die Menschen an der Romagna-Küste so etwas wie Polenta für die Menschen in Norditalien.Als ölhaltiger Fisch hat die Saraghina romagnola wichtige ernährungsphysiologische Eigenschaften, wie z. B. einen geringen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, Vitamin B12 und Niacin in größeren Mengen als jeder andere Fisch; sie ist reich an Proteinen und Omega-3-Fettsäuren, die dank ihrer Fähigkeit, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken, wichtig für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind. Außerdem sind sie reich an Lysin, einer Aminosäure, die in Brot und Nudeln fehlt, so dass die Kombination "Piadina romagnola und Saraghina" eine äußerst schmackhafte und vollständige Mahlzeit darstellt.