Das Schlosstheater Schwetzingen ist ein Hoftheater in Schwetzingen, Baden-Württemberg, Deutschland. Das 1753 eröffnete historische Gebäude ist Teil von Schloss Schwetzingen und seit 1952 Hauptspielort der Schwetzinger Festspiele. Es wird auch Hoftheater (Hoftheater), Hofoper (Hofoper) und Comoedienhaus (Komödienhaus) genannt. Die häufig verwendete Bezeichnung Rokokotheater ist irreführend, denn sie weist auch neoklassizistische Elemente auf, die 1762 hinzugefügt wurden. 1752 ließ Karl Theodor, der in Mannheim residierende Pfalzgraf, das Theater nach Plänen des Hofarchitekten Nicolas de Pigage für seine Sommerresidenz in Schwetzingen errichten.Es wurde am 15. Juni 1753 mit Ignaz Holzbauers Oper Il figlio delle selve eröffnet[1].[2] Das Theater konnte damals als eine Schöpfung des Rokoko gelten, wurde aber um frühe neoklassizistische Tendenzen erweitert. Während es zunächst keine Logen hatte, wurde es 1762 vergrößert, wodurch ein "logenartiger" Eindruck entstand. Es ist das älteste erhaltene Rangtheater (Theater mit kastenlosen Rängen) in Europa.[3] Die Familie Mozart besuchte das Theater 1763 und sah ein Stück.[1][4] Als Karl Theodor 1777 die Nachfolge Maximilians III. Joseph von Bayern als Kurfürst von Bayern antrat, musste der Hof nach München umziehen, und das Theater verlor seine Bedeutung. Seine ursprüngliche Bühnenmaschinerie blieb bis ins 20. Jahrhundert erhalten, wurde aber in den 1950er und erneut in den 1970er Jahren durch moderne Einrichtungen ersetzt.
Als Teil der Residenz im Schwetzinger Schloss gehörte sie zunächst den Kurfürsten, später dem Land Baden, dann dem Land Baden-Württemberg.