Der erste Meteoriteneinschlagskrater Italiens wurde an der Provinzstraße zwischen Rocca di Mezzo und Secinaro entdeckt, in einem abgelegenen, aber leicht zugänglichen Gebiet auf einer kleinen Hochebene in etwa 1.100 Metern Höhe am Fuße des majestätischen Bergrückens des Monte Sirente. Dem Besucher erscheint er als ein kleiner kreisförmiger See mit einem Durchmesser von etwa 140 Metern, der von 17 weiteren kleineren Kratern begleitet wird. Die neueste Entdeckung wurde von den Forschern Jens Ormo, Angelo Pio Rossi und Goro Kamatsu von der International Research School of Planetary Sciences in Pescara gemacht. Die Radiokohlenstoffanalyse lässt keinen Zweifel daran, dass der schreckliche Einschlag vor etwa 1650 Jahren, im 4. Jahrhundert nach Christus, stattfand. Es ist der einzige Meteoritenkrater in Italien und der 156. in der Welt. Er ist auch einer der am besten erhaltenen Krater, da er relativ jung ist und weit entfernt von bewohnten Zentren liegt, was ihn vor jeglicher anthropogener Erosion bewahrt hat.