Die Schmalspurbahn für Touristen auf St. Kitts - die "letzte Eisenbahn der Westindischen Inseln" - erinnert an eine Zeit, als der wichtigste Wirtschaftszweig der fruchtbaren Karibikinsel nicht der Tourismus, sondern der Zucker war. Im Jahr 1775, als die Briten die Insel besaßen, gab es auf St. Kitts 200 Ländereien, auf denen das "weiße Gold" angebaut wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde eine Eisenbahn um die Insel herum gebaut, um das Zuckerrohr zu einer zentralen Fabrik zu transportieren. Nach dem Niedergang der Industrie wurde die Bahnlinie wiedereröffnet, damit Besucher die von den Wellen zerklüfteten Küsten, die sich wiegenden Palmen, das smaragdgrüne Hochland - das sich bis zum 1 156 m hohen Mount Liamuiga erhebt - und die bröckelnden Überreste der alten Zuckerrohrplantagen sehen können. Derzeit verkehrt der Zug nur entlang der Atlantikküste von St. Kitts, und eine Bustour ergänzt die Strecke. Ein Halt wird an der Festung Brimstone Hill eingelegt, die von den Briten zum Schutz ihrer kostbaren Zuckerinsel errichtet wurde.
Top of the World