Stein am Rhein, an der Grenze zwischen dem Kanton Schaffhausen und dem Kanton Thurgau gelegen, wird als eines der schönsten Dörfer Europas bezeichnet und es ist unmöglich, sich nicht in Stein am Rhein zu verlieben. Das Juwel des Kantons Schaffhausen liegt am Westufer des Bodensees und überblickt, wie der Name der Stadt ("Stein am Rhein") schon sagt, den Rhein. Seine Geschichte beginnt im Jahr 300, während des Römischen Reiches auf Geheiß von Kaiser Diokletian. Wir befinden uns am Nordufer des Rheins, fast an der Einmündung des Bodensees, wo sich der historische Kern der Stadt befindet. Der neuere Teil hingegen befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite und heisst Stein am Rhein vor der Brugg, eben wegen der Brücke, die ihn mit der Altstadt verbindet.
Die frühesten Aufzeichnungen gehen auf das Jahr 1267 zurück, während das erste Stadtrecht um 1385 verfasst wurde. Die Stadt erhielt 1457 den Status einer kaiserlichen Freistadt und schloss sich zwei Jahre später mit Zürich und Schaffhausen zusammen, um sich den ständigen Angriffen der Habsburger zu widersetzen. Im 16. Jahrhundert erwarb die Schweizer Stadt stattdessen das umliegende Gebiet, indem sie einige kleine Dörfer, wie Karolihof und Biber, der Gemeinde anschloss.
Im Jahr 1484 trat sie der Helvetischen Eidgenossenschaft bei und wurde Teil des Kantons Zürich, wo sie bis 1798 blieb, als sie Teil des Kantons Schaffhausen wurde. Es war keine leichte und ausgesprochen unpopuläre Entscheidung. Die Einwohner protestierten heftig gegen diese Entscheidung, die als wirtschaftlich riskant angesehen wurde. Trotz Unruhen und verschiedener Widerstände wurde 1803 die endgültige Zugehörigkeit zu Schaffhausen in ihrer heutigen Form festgelegt. Wenn man durch die Straßen des Zentrums spaziert, kann man wunderschöne Fachwerkhäuser mit prächtigen Fresken bewundern. Ein romantischer Anblick mit garantiert nostalgischer Wirkung, denn die prächtigen Gebäude stammen aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Alles trägt zur märchenhaften Atmosphäre bei: die mit bunten Blumen geschmückten Brunnen, die Häuser mit Erkern und die Schilder, die an die klassischen mittelalterlichen Werkstätten erinnern. Der alte mittelalterliche Kern wird von der imposanten Munot-Festung, dem Wahrzeichen der Stadt, dominiert.
Der kreisförmige Bau wurde nach einem Entwurf von Albrecht Dürer zwischen 1564 und 1589 errichtet und bietet von seinen zinnenbewehrten Mauern aus einen außergewöhnlichen Ausblick.
Ein Kuriosum: Jeden Abend um 21 Uhr läutet der Wächter, der im Turm wohnt, die Glocke, die daran erinnert, dass sie einst die Schließung der Stadttore und Hotels anzeigte. Dank ihrer bedeutenden Lage zwischen Bodensee und Schwarzwald, am Ufer des Oberrheins und umgeben von Weinbergen, ist die Stadt ein beliebtes Ziel für Ferienaufenthalte und Ausflüge.