An der Grenze zwischen der Lombardei und Trentino-Südtirol und umgeben von der Adamello-Presanella-, der Ortler-Cevedale- und der Brenta-Gruppe ist der Tonale-Pass ein offenes und aussichtsreiches natürliches Amphitheater, das sich von 1.884 bis 3.100 Metern über dem Meeresspiegel erstreckt. Als Wintersportort par excellence war der Tonalepass dank des nahe gelegenen Presena-Gletschers schon immer ein Garant für eine lange Schneesaison. Der Pass, der vollständig der Sonne ausgesetzt ist, ist ein ideales Übungsgelände für Skilehrer, mit Pisten, die für Anfänger geeignet sind, aber nicht nur. Von der legendären schwarzen Piste Paradiso, die 3 km lang ist und einen Höhenunterschied von 710 m aufweist, bis hin zur langen und aussichtsreichen Piste Alpino mit 4.500 m Erschließung und 725 m Höhenunterschied. Auf keinen Fall verpassen sollte man die Presena-Tonale-Ponte di Legno direttissima: 11 Pistenkilometer mit einem Höhenunterschied von 1.740 Metern, die man in einem Zug befahren kann! Neben dem Sommerskilauf auf dem Gletscher gibt es zahlreiche Ausflugs- und Wandermöglichkeiten: Besonders eindrucksvoll sind der Aufstieg zu den Presena-Seen und zur Presena-Hütte auf fast 3.000 Metern, der Aufstieg zur Presanella und zum Paradiso-Pass, wo in der Galerie eine eindrucksvolle Ausstellung von Klängen und Stimmen zu sehen ist, die vom Weißen Krieg zeugen. Jenseits des Passes beginnt der Aufstieg zu den Albiolo-Gipfeln, einem Schauplatz der Kämpfe, an dem noch immer Schützengräben zu sehen sind. Auf dem Pass befindet sich ein altes Hospiz mit einer kleinen Kirche, die San Bartolomeo gewidmet ist und auf das Jahr 1127 zurückgeht. Die Tonale-Weiden waren jahrhundertelang ein Ort der Transhumanz und einer der berühmtesten Übergänge seit der Antike. Die Seilbahnen Paradiso und Presena, die zum Gletscher führen, sind auch in den Sommermonaten geöffnet und stehen Bergsteigern und all jenen zur Verfügung, die einen Ausflug in die Höhe wagen möchten.