Das Museum Ulm ging 1925 aus dem Verein für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben hervor. Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Julius Baum war der erste Direktor des Museums. In der Zeit des Nationalsozialismus übernahm Adolf Häberle die Leitung. Aus ideologischen Gründen wurde das Museum in dieser Zeit in ein reines Heimatmuseum umgewandelt. Viele Kunstwerke wurden beschlagnahmt. Später wurde die ursprüngliche Konzeption des Museums wiederhergestellt. Im Jahr 1978 wurde die Sammlung von Kurt Fried in das Museum integriert. Im Jahr 1991 kam das HfG-Archiv hinzu. Das Ulmer Museum ist in drei Abteilungen unterteilt: Archäologie, Alte Kunst und Moderne Kunst. Diese können Sie einzeln oder im Rahmen einer Führung erkunden. Außerdem gibt es regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen.
Archäologie Die archäologische Abteilung des Ulmer Museums umfasst Exponate von der Zeit des Neandertalers über das Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit. Der Löwenmensch, eine der ältesten Schnitzereien der Welt, gehört zu den Highlights in diesem Bereich. Er ist mehr als 35.000 Jahre alt und wurde aus Elefantenelfenbein gefertigt. Gefunden wurde er in der Hohlensteinhöhle im Lonetal, die seit Juli 2017 zusammen mit fünf weiteren Eiszeithöhlen zum Unesco-Welterbe gehört.
Alte Kunst und Stadtgeschichte Hier werden Exponate vom Mittelalter bis zum Ende der Ulmer Reichsstadtzeit 1802 gezeigt. Der Schwerpunkt liegt auf spätgotischer Kunst und Skulpturen aus Ulm und Oberschwaben. In der Kunst- und Wunderkammer können Sie Stücke aus der Sammlung von Christoph Weickmann bestaunen. Er sammelte im 17. Jahrhundert allerlei Objekte aus exotischen Ländern.
Moderne Zeitalter Der letzte ständige Ausstellungsbereich beschäftigt sich mit zeitgenössischer Kunst ab dem 20. Jahrhundert. Dazu gehören eine grafische Sammlung, die Sammlung von Kurt Fried sowie das HfG-Archiv der Hochschule für Gestaltung Ulm.