Der Assiniboine Park and Zoo in Winnipeg, der aus den Auftriebs- und Reformbewegungen hervorging, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in den schnell wachsenden Präriestädten entstanden sind, stellt eine prägende Episode in der Entwicklung städtischer Parks dar. Dieses 1904 gegründete, seltene, überlebende Beispiel eines kombinierten Parks und Zoos wird seit über einem Jahrhundert mit Stolz gepflegt und hat sich erfolgreich an die veränderten Bedürfnisse der Bürger von Winnipeg angepasst. Der Zoo des Parks, der älteste erhaltene Zoo Kanadas, spricht die sich verändernde Beziehung zwischen Mensch und Tier an und zeigt, wie westliche Gesellschaften die Natur im 20. Jahrhundert organisiert, erlebt und verstanden haben. Die weitläufigen Grünflächen, Gärten und der Zoo des Parks verbinden Stadtbewohner mit der Natur und zeigen, dass die Bedeutung des Naturschutzes zunehmend erkannt wird.
Mit den Bestrebungen Winnipegs, eine wachsende Präriemetropole und das Tor zum kanadischen Westen zu werden, etablierte die Stadt eine innovative Parkplanungspolitik, die ein System städtischer Parks als wesentlichen Service für die Bürger ansah. Die Parkplaner verfolgten das doppelte Ziel, eine attraktive Stadt für Investoren zu bauen und gleichzeitig die Lebensqualität im überfüllten Stadtkern zu verbessern, und etablierten den Assiniboine Park als den größten Park in einem System von Erholungsgebieten und Baumalleen. Das Parks Board beauftragte den in Amerika geborenen Landschaftsarchitekten Frederick G. Todd mit der Gestaltung des Parks. Als ehemaliger Lehrling von Frederick Law Olmstead, dem renommierten Architekten des Central Park in New York City und des Mount Royal in Montréal, Quebec, hatte Todd großen Einfluss auf die Stadtlandschaften Kanadas und entwarf Gärten, Parks und Stadtviertel im ganzen Land. Assiniboine Park und Zoo wurden am Victoria Day, 1909, für die Öffentlichkeit eröffnet.