Das Heydar-Aliyev-Kulturzentrum ist ein Kulturkomplex in Baku, Aserbaidschan, benannt nach dem ehemaligen Präsidenten von Aserbaidschan, Heydar Aliyev. Der Komplex wurde von der britisch-irakischen Architektin Zaha Hadid entworfen. 2007 gewann Zaha Hadid Architects den Wettbewerb für den Entwurf des Heydar-Aliyev-Zentrums, eines Komplexes, der zu einer Exzellenz im nationalen Maßstab werden soll. Im Gegensatz zur starren und oft monumentalen Sowjetarchitektur, die in Baku vorherrscht, will das Zentrum ein Modell für die Sensibilität der aserbaidschanischen Zivilisation und den Optimismus einer in die Zukunft gerichteten Nation werden. Das Heydar Aliyev Center zeichnet sich in Bezug auf das Design durch die Flüssigkeit und Kontinuität aus, mit der sich die Innenräume mit dem umgebenden Platz verbinden und verschmelzen. Der Platz fungiert nicht nur als Nullebene des Komplexes, sondern zeichnet sich auch durch eine hohe Durchlässigkeit mit dem umgebenden Stadtgefüge aus und grenzt die innere, ebenfalls öffentliche Umgebung ab, indem er eine Enfilade von Räumen für Veranstaltungen markiert, die für kollektive Feiern der traditionellen und zeitgenössischen aserbaidschanischen Kultur bestimmt sind. Eine Reihe von Wellen, Verzweigungen, Falten und Biegungen formen den Platz und verwandeln ihn in eine echte multifunktionale architektonische Landschaft, die in erster Linie dazu dient, Besucher zu empfangen und zwischen den verschiedenen Etagen des Gebäudes zu führen. Auf diese Weise verwischt das Zentrum die konventionelle Trennlinie zwischen architektonischem Objekt und Stadtlandschaft, Gebäudehülle und Stadtplatz, Figur und Hintergrund, Innen und Außen. Das Kulturzentrum beherbergt einen Konferenzsaal mit drei Sälen, eine Bibliothek und ein Museum. Das Projekt zielt darauf ab, eine Schlüsselrolle im intellektuellen Leben der Stadt zu spielen. Das Gelände liegt in der Nähe des Stadtzentrums und ist für die Sanierung von Baku von entscheidender Bedeutung.