In der Altstadt von Zaria, bekannt als Birnin Zazzau (ummauerte Stadt Zaria) oder Zaria-Stadt, ragt das Tor (kofar gida) zum Palast des Emirs als farbenfrohe Darstellung des Volkes der Hausa und ihres Herrschers heraus. Die dekorativen Designs an der Fassade spiegeln die stilistischen Merkmale vieler Gebäude und Kunstobjekte der Hausa wider, und das Tor selbst ist in der ganzen Region als wichtiges kulturelles Bauwerk bekannt.
Während der Herrschaft von Sarkin Ibrahim (reg. 1924-1936) wurde ein neues Tor mit einem zentralen Bogen eingebaut. Autos und Pferde konnten durch den Torbogen einfahren, während Fußgänger durch ein offenes Tor auf der rechten Seite passierten. Die Dicke des Tores bedeutete, dass es tatsächlich als Gebäude dienen konnte, und der Bereich links neben dem Bogen wurde als Klassenzimmer genutzt. Wie bei den traditionellen Hausa-Häusern wurde die Dachlinie durch hornartige vertikale Projektionen unterbrochen, die als zanko bekannt waren. Zu jener Zeit war dieses Tor weiß getüncht, und seine Außenseite war mit großen, abstrakten, kurvilinearen Reliefs verziert. Seine Lehmbauweise erforderte eine Erneuerung des Belags für die Instandhaltung, wodurch periodische Änderungen möglich waren.
Die beiden nachfolgenden Emire, Ja'afaru (reg. 1936-1959) und Mohammadu Aminu (1959-1975), ordneten weitere Verschönerungen und Änderungen am Eingang an. Unter der Herrschaft von Sarkin Mohammadu Aminu wurde das Motiv verkleinert und verfeinert. Bis 1963 wurden diese Reliefs in Farbe ausgesucht. Sarkin Shehu Idris (reg. 1975) riss die alte kofar gida ab und errichtete 1980-81 ein neues Tor. Alhaji Haruna, der damalige Baumeister von Zaria und Nachfahre von Mallam Mikaila, dem Architekten der Zaria-Moschee, beaufsichtigte die Neugestaltung, bei der der Lehmbau aufgegeben wurde. Die neuen Baumaterialien bestanden aus einem Betonrahmen und Zementblöcken. Zement wurde mit speziell aufbereitetem Lehm kombiniert und von Hand geformt, um die Reliefdekoration auf der Außenseite zu schaffen.
Zu den Motiven auf dem heutigen Tor gehören einige der ursprünglichen königlichen Symbole, wie z.B. der Amtsstab, das Schwert und die Kanone, die sich alle auf Augenhöhe auf dem Wandabschnitt zwischen Fahrzeug- und Fußgängeröffnungen befinden. Daguna (s., dagi) oder Knotenmuster erscheinen im gesamten Entwurf. Der Dagi oder der Knoten des Weisen ist ein Symbol, das üblicherweise sowohl auf Hausa-Gebäuden als auch auf Hausa-Stickereien und Lederarbeiten erscheint. Die Konzeption des Dagi und anderer Symbole scheint von den kursiven Buchstaben der kufisch-arabischen Schrift inspiriert worden zu sein und wurde dann zu den abstrakteren Motiven, die wir auf dem Palasttor sehen. Die arabische Schrift galt als heilig und besaß daher übernatürliche Schutzkräfte. Sowohl lesbare als auch imitierende Schriften sind in genähten Lederamuletten zum persönlichen Schutz verborgen und gelten als gleichermaßen wirksam. Manipuliert und abstrahiert können die kalligrafischen Formen auch