Seit dem Äneolithikum bewohnt (Nekropole in der Ortschaft Madonna delle Grazie), stand in der Ortschaft Passo di Mirabella Eclano das antike Aeclanum, dessen erste Pflanze auf das Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. zurückgeht. Das Zentrum war zunächst mit einer Holzwand (Appiano) ausgestattet, die später vom Diktator Silla im Jahr 89 v. Chr. in Brand gesteckt wurde. Um das erste Jahrhundert v. Chr., d.h. zur Zeit der Gründung des Municipiums, wurde die Befestigung in einer netzartigen Struktur wieder aufgebaut, die einem unregelmäßigen Verlauf folgte, der ein dreieckiges Plateau abgrenzte. Bisher war es nicht möglich, das Bürgerforum, den Sitz des administrativen und politischen Lebens des Munizipiums, innerhalb der Mauern zu platzieren, obwohl das Gebiet teilweise bekannt ist. Vom Schlachthof (Freiluftmarkt für Fleisch und Fisch) ist ein Zentralgebäude mit kreisförmigem Grundriss zu sehen, das nördlich des angeblichen Forums liegt und vermutlich von einem Säulengang und Tabernäen (Läden) umgeben ist. Auf eine Kellerstraße blickt ein Wohnhaus mit einem Peristyl, das von Backsteinsäulen getragen wird, die ursprünglich mit Stuck bedeckt waren. Zu derselben Wohnung gehörten auch andere Räume, die der Repräsentation dienten. Zu einem späteren Zeitpunkt scheint die Wohnung ihre Nutzung geändert zu haben, insbesondere im Peristyl, das nun seine Funktion als Zentrum des Hauses verloren hat, um Brunnen und Vorbereitungen für die handwerkliche Produktion zu beherbergen. Die Entdeckung einer großen Menge Glasschlacke während der Ausgrabungsphasen ließ darauf schließen, dass es sich um eine Glaserwerkstatt handelte. Auf einem kurzen Hügel im Nordwesten stand ein Thermalkomplex, dessen Strukturen noch über eine beträchtliche Höhe, teilweise bis zu den Gewölben, gut erhalten sind. Im Inneren des Thermenkomplexes wurden zur Zeit der Ausgrabungen Statuen und Marmorverzierungen gefunden, die von der Pracht zeugen, die das Zentrum von Irpinia vor allem im 2. Das Vorhandensein einer christlichen Basilika intra moenia, die auf das Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. zurückgeht, bezeugt die Fortsetzung des Lebens in der städtischen Siedlung sowie die Existenz des Sitzes der Diözese, deren Bischof der berühmte Julian, der Widersacher des heiligen Augustinus, war. Die Stadt war bis ins 7. Jahrhundert n. Chr. bewohnt. Seit dem 8. Jahrhundert erinnert man sich an den Ort mit dem Toponym Quintodecimo, das die Entfernung des Zentrums von Benevento von fünfzehn Meilen bezeugt.