Montemiletto (lateinisch Mons Militum, kampanisch Mundemelétte) ist ein kleines Dorf auf einem Bergrelief, das die Wasserscheide zwischen dem Calore- und dem Sabato-Tal bildet, in den zentralen Hügeln von Irpinia. Das Dorf entstand zu Beginn des Mittelalters, obwohl die Gegend schon in prähistorischer Zeit bewohnt war. Die ersten sicheren Nachrichten über Montemiletto stammen aus dem 12. Jahrhundert. Bis 1806 war es ein Lehen der Familien Della Leonessa und De Tocco. Das historische Zentrum des Dorfes entwickelt sich um das Castello della Leonessa, das in einer dominanten Position auf den Hügeln von Irpina liegt. Die "porta della terra" ist ein antiker Bogen, der an das Schloss angrenzt. Wenn man ihn durchquert, gelangt man in das Viertel, das im Dialekt als "N'coppa a piazza" oder Piazza Umberto I. bezeichnet wird, wo sich auch der Haupteingang des Schlosses befindet. Wichtig ist auch der Borgo Medievale, der sich entlang der Via Regina Margherita und den zahlreichen "ruve", den charakteristischen Steingassen, schlängelt. Von der Geschichte Montemilettos zeugen auch die beiden Kirchen des Ortes, die Mutterkirche Santa Maria Assunta in der Via Regina Margherita, die von einem schönen Glockenturm flankiert wird. Die zweite Kirche, die St. Anna-Kirche in der Via Roma, ist reich an Gemälden und sehr sehenswert. Die Kirche grenzt an den heutigen Sitz des Rathauses, das einst ein Kloster der Dominikaner war. Es gibt noch einen schönen Kreuzgang mit Säulengängen und einem Brunnen. Das neue Zentrum der Stadt ist die Piazza IV Novembre, die sich unterhalb der Burg Leonessa befindet. Der Großteil der wirtschaftlichen und kommerziellen Aktivitäten von Montemiletto befindet sich stattdessen entlang der Viale degli Astronauti. Sehr eindrucksvoll ist auch der Ortsteil "Torrecella", eine echte Terrasse auf den Hügeln von Irpinia, von der aus man einen atemberaubenden Blick auf die umliegenden Hügel hat, der bis zu den Reliefs von Sannio reicht.