Das Museum stellt Funde aus Ausgrabungen im antiken Zentrum und auf dem Gebiet von Teanum Sidicium aus, das von einer italienisch sprechenden Osco-Bevölkerung bewohnt wird, die seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. eine eigene ursprüngliche figurative Kultur entwickelte. Die Ausstellung, die nach Entdeckungszusammenhängen organisiert ist, entwickelt auf den zwei Schiffen des mittelalterlichen Gebäudes die Hauptdynamik der Besetzung des Territoriums: das Zeitalter der Dörfer (VIII-IV Jh. v. Chr.: Säle II-IV) und das Zeitalter der Stadt (III Jh. v. Chr. - VII Jh. n. Chr.: Säle V-VII). Die wichtigsten Kerne sind die in den Heiligtümern deponierten Votivgegenstände, insbesondere der in Loreto seit vor der Gründung der Stadt auf einem in das Stadtgebiet eingegliederten Felsvorsprung errichtete Sakralbereich und das Heiligtum des Dorfes Fondo Ruozzo, das von der archaischen Epoche bis zu den annibalischen Kriegen und erneut in der Sillan-Zeit frequentiert wurde und Statuetten, Keramik, Miniaturkeramik, Ex-Voto-Darstellungen von Tieren und Produkten der Erde zurückgegeben hat. Von der Dichte und dem Reichtum der Bevölkerung Sidicinas zeugen im Übrigen die Grabbeigaben der Nekropolen der Dörfer und Städte (Torricelle, Campofaio, Gradavola, Carrano, Orto Ceraso), deren Materialien vom Ende des sechsten Jahrhunderts v. Chr. bis zur vollen römischen Kaiserzeit reichen. Das Museum beherbergt auch eine Abteilung, die den städtischen Ausgrabungen gewidmet ist. Der wichtigste Eingriff ist die Wiederherstellung des römischen Theaters, das sich in einem zentralen Bereich der Stadt befindet und fast vollständig die Cavea und das szenische Gebäude mit seiner prachtvollen architektonischen und skulpturalen Dekoration bewahrt, die auf eine Verlängerung der severischen Epoche zurückgeht. Von besonderem Interesse ist auch das Mosaik mit der Darstellung der Epiphanie, das das älteste Zeugnis dieses Themas in Italien auf Mosaik ist.