Die g.U. "Riso di Baraggia Biellese e Vercellese" bezieht sich auf verschiedene Sorten des Getreides Oryza sativa L., die durch die Verarbeitung von Rohreis oder Rohreis zu "braunem", "verfeinertem" und "parboiled" Reis gewonnen werden. Der Riso di Baraggia Biellese e Vercellese zeichnet sich durch seine Kocheigenschaften, seine hervorragende Konsistenz und seine geringe Glutinität aus, Eigenschaften, die unter anderem auf niedrigere Erträge und längere Anbauzyklen als in anderen Gebieten zurückzuführen sind. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde in der Gegend von Baraggia Reis angebaut und wird auch in notariellen Dokumenten aus dem Jahr 1606 in der Gemeinde Salussola erwähnt. In der Folgezeit wurde die Besonderheit des Reises etwa 50 Jahre lang im "Giornale di Risicoltura" (Zeitschrift für den Reisanbau) beschrieben, das vom ehemaligen Versuchsinstitut für Reisanbau in Vercelli herausgegeben wurde und in dem häufig technische und wissenschaftliche Artikel veröffentlicht wurden, in denen die besonderen Eigenschaften des Produkts und des Gebiets der Baraggia erläutert wurden. Im Jahr 1931 erwarb dasselbe Institut einen Reisanbaubetrieb im Zentrum von Baraggia und nutzte ihn als Forschungszentrum, um die spezifischen Produktionsmerkmale des Baraggia-Gebiets zu perfektionieren. Auch die Ente Nazionale Risi (Nationale Reisbehörde) hob in ihrer Zeitschrift "Il Riso" in verschiedenen Artikeln die besonderen Qualitätsmerkmale des in diesem Gebiet erzeugten Reises hervor. Das Erzeugungsgebiet zeichnet sich nämlich durch die Schwierigkeit der Einebnung des Bodens aufgrund seiner besonderen lehmig-eisenhaltigen Struktur aus, die auch zu unterschiedlichen Unterwasserbedingungen führt, sowie durch ein Klima, das durch eher kühle Sommermonate und häufige thermische Inversionen gekennzeichnet ist, die durch den Eintritt von Winden aus den Bergen begünstigt werden. Darüber hinaus wird das Gebiet am Fuße der Alpen durch das Vorhandensein von kaltem Wasser als erstes von Gebirgsbächen bewässert.