Die Burg von Verrucola beherrscht das gleichnamige mittelalterliche Dorf seit Anfang des 12. Jahrhunderts. Sie hat im Laufe der Jahrhunderte große strukturelle Veränderungen erfahren und wurde von mehr als einem Erdbeben heimgesucht. In der Lunigiana, dem "Land der hundert Schlösser", sticht es durch seine jüngere Geschichte hervor, die 1975 begann. In jenem Jahr wurde es in sehr schlechtem Zustand von dem Bildhauer Pietro Cascella und seiner Frau Cordelia von den Steinen, ebenfalls Bildhauerin, gekauft, die noch heute zusammen mit ihrem Sohn Jacopo, einem Maler, dort leben. Die Familie Cascella, seit Generationen Künstler, hat diesen Ort zu einem Ort des kulturellen Austauschs gemacht, an dem Künstler aus der ganzen Welt zu Gast sind: eine wahre Kreativschmiede in einem sehr lebendigen kulturellen Klima. Die Räume wurden und werden noch immer für die Skizzen und zahlreichen Werke der Familie und ihrer Gäste genutzt. Derzeit ist es möglich, eine wirklich beeindruckende Sammlung zu besichtigen. Der Besuch wird von einer Vertrauensperson der Familie beaufsichtigt. Wie in der Vergangenheit soll das Schloss kein reines Museum sein: Der Schlüssel zu seiner Belebung liegt in der ständigen künstlerischen und kulturellen Belebung.