Nach dem Vorbild eines venezianischen Palazzo beherbergt das Isabella Stewart Gardner Museum in Boston eine der bemerkenswertesten Kunstsammlungen der Welt. Die Geschichte beginnt, als Isabella ihr erstes und einziges Kind durch eine Lungenentzündung verlor. Bald darauf entdeckte sie, dass sie nicht mehr in der Lage sein würde, wieder schwanger zu werden. Durch den Verlust ihres Kindes und die unfruchtbaren Nachrichten traumatisiert, fühlte sich Isabella geschlagen und versank in eine zweijährige Abgeschiedenheit, in der sie in ihrem Zimmer blieb und sich weigerte, mit der Außenwelt in Kontakt zu treten. Am Ende war es die Entscheidung von Isabellas Ehemann, sie auf eine Reise quer durch Europa mitzunehmen, die Isabellas Liebe zum Leben wieder aufleben ließ und eine Sucht in Gang setzte, die zu einer lebenslangen Sucht werden sollte.
Auf ihren Reisen durch Europa, den Nahen Osten und Asien fand Isabella eine neue Bestimmung: Sie brachte seltsame und schöne Gegenstände aus diesen fremden Ländern zurück. Nachdem sie mehrere Lagerhäuser in Boston mit ihren neuen Waren gefüllt hatte, beschloss sie, Fenway Court zu bauen, um ihre gesamte Sammlung unterzubringen, die sie 1903 der Öffentlichkeit zugänglich machte.