Rembrandts markantestes narratives Gemälde in Amerika, ist auch seine einzige gemalte Meereslandschaft. Es datiert auf das Jahr 1633 und entstand kurz nachdem Rembrandt von seiner Heimatstadt Leiden nach Amsterdam übersiedelte, als er sich als führender Porträt- und Historienmaler der Stadt etablierte. Die detailgetreue Wiedergabe der Szene, der abwechslungsreiche Ausdruck der Figuren, die relativ polierte Pinselführung und das leuchtende Kolorit sind charakteristisch für Rembrandts frühen Stil. Kritiker des 18. Jahrhunderts wie Arnold Houbraken zogen diese frühe Periode oft Rembrandts späterer, breiterer und weniger anschaulicher Manier vor. Die biblische Szene stellt die Natur der menschlichen Gebrechlichkeit - sowohl der körperlichen als auch der geistigen - gegenüber. Die in Panik geratenen Jünger kämpfen gegen einen plötzlichen Sturm und kämpfen darum, die Kontrolle über ihr Fischerboot wiederzuerlangen, als eine riesige Welle über den Bug kracht, das Segel zerreißt und das Boot gefährlich nahe an die Felsen im linken Vordergrund zieht.