Die Burg von Verrucola, die zwischen dem Bach Mommio und dem Kanal von Collegnago liegt, ist ein wertvolles Beispiel für mittelalterliche Architektur. Mit seinen grandiosen Befestigungsanlagen dominiert es die Straße, die von der Via di Magra zu den Pässen der östlichen Lunigiana in Richtung der Ebenen von Reggio und Parma führt. Es ist bekannt, dass es seit 1044 eine befestigte Residenz war, in der die Bosi Adligen den Sitz ihrer Herrschaft eingerichtet hatten. Spuren der primitiven Struktur sind noch im imposanten zentralen Bergfried und in einigen Teilen der umgebenden Mauern zu sehen. Im Jahr 1300 erwarb Spinetta Malaspina il Grande das Anwesen und vergrößerte es, indem sie neben dem ursprünglichen Bergfried mächtige Flankentürme anbaute und die Umfassungsmauern vervollständigte. Der Zusammenbruch der Herrschaft von Spinetta durch Castruccio Castracani von Alteminelli, Herr von Lucca, das Erdbeben von 1841, das die Gegend verarmte, und die allmähliche Etablierung des politischen und kommerziellen Zentrums von Fivizzano bestimmten den langsamen Niedergang von Verrucola, die antike Festung verlor somit jeden strategischen Wert. Im fünfzehnten Jahrhundert wurde neben dem Schloss die Kirche von Santa Margherita gebaut, die sich durch die schöne Renaissance-Loggia mit Steinbögen auszeichnet. Die heutige Struktur des Schlosses bewahrt die ursprüngliche Überlagerung von drei großen Sälen und von besonderem Interesse ist aus baulicher Sicht das sogenannte Gewölbe der Waffenkammer im Erdgeschoss, das auf dem massiven achteckigen Mittelpfeiler ruht.