Was braucht es für eine außergewöhnliche Reise? Einen Mythos? Ein Märchen? Einen besonderen Ort? Nun, um diese einfache, aber eindeutige Frage zu beantworten, werde ich Ihnen alle drei nennen. Heute geht es um die berühmte Legende vom Schwert im Stein, eine mythische, ja wunderbare Geschichte, die es schafft, jeden zu verblüffen, der sie in Büchern oder im Internet liest. Diese Legende scheint in einer vergessenen Abtei in der Gemeinde Chiusdino, in der Provinz Siena, wahr zu werden. Hier ist ein uraltes Schwert in einen Felsen eingelassen und wie in der Legende des mythischen Excalibur kommen nur der Griff und das Heft heraus. Der einzige Unterschied ist, dass der britische König das Schwert als Beweis für seinen Wert als Mann und Krieger aus dem Felsen gezogen hatte, aber in diesem Fall ist es genau das Gegenteil: Galgano Guidotti war ein junger Mann, der im 12. Jahrhundert lebte und dessen Leben der Ausschweifung gewidmet war. Doch eines Tages hatte er eine Vision des Erzengels Michael, die ihn dazu veranlasste, ein Ritter zu werden und sich dem Krieg zu widmen. Eine zweite Vision, die er in der Nähe des Hügels Montesiepi hatte, veranlasste ihn, sein Leben aufzugeben und sich zu bekehren. Als symbolische Geste dieser Bekehrung trieb er sein Schwert in den Felsen. Und schon hat man die mythische italienische Legende vom Schwert im Stein. Die Abtei wurde zwischen 1218 und 1288 von Zisterziensermönchen erbaut, die ihre Klöster normalerweise in der Nähe von Flüssen (in diesem Fall der Merse) und entlang wichtiger Straßen (der Maremma) bauten.