Von der Anwesenheit der Mönchsritter zeugt das, was seit Jahrhunderten von den Einheimischen gemeinhin als "Höhle der Tempelritter" oder "Höhle von Selvascura" bezeichnet wird. Vom heutigen Heiligtum des Kruzifixes aus betritt man es durch einen dunklen und engen Korridor: es ist eine natürliche Höhle von fast rechteckiger Form, mit vollständig freskierten Wänden. Es sind dreizehn Tafeln und eine Nische zu erkennen, die etwa aus dem fünfzehnten Jahrhundert stammen, aber im Geschmack des späten vierzehnten Jahrhunderts gehalten sind und leider durch das tropfende Wasser stark beschädigt wurden. Beginnend mit der rechten Wand für diejenigen, die eintreten, erkennen wir: die Madonna mit Kind, Maria Magdalena, die Verkündigung, die Kreuzigung, eine Figur auf einer Leiter, die von einem Pfeil durchbohrt wird, eine Szene mit Tieren, Christus, der mit vier Heiligen segnet (von links: St. Leonhard, St. Jakobus, St. Franziskus und Papst Leo IX), ein Wildschwein, das seine Jungen säugt, einige Gefangene, die sich von ihren Ketten befreien wollen (kurios!In der Nische schließlich sind San Giorgio e il drago, San Nicola di Bari und Sant'Antonio Abate zu sehen, während sich an der Decke ein neueres Gemälde befindet, das San Michele (19. Jahrhundert) darstellt.) Wenn wir von der alten Einsiedelei weitergehen, kommen wir zu einer runden Kapelle, die eigens für das Kruzifix von Pietrosanti gebaut wurde.