Die Kathedrale Maria Santissima Achiropitan ist einfach ein verborgenes Juwel: Die Domkirche von Rossano, die Maria Santissima Achiropita gewidmet ist (="Nicht von Menschenhand gemalt"), wurde im 11. Jahrhundert errichtet und bis heute zahlreichen Renovierungen unterzogen. Es hat einen dreischiffigen Grundriss mit drei Apsiden. Von besonderem Interesse: der Glockenturm und das Taufbecken (14. Jh.); das Originalportal; die hölzernen Kassettendächer (18. Jh.). In einem vierten Kirchenschiff befinden sich 4 Kapellen aus dem 18. Jahrhundert mit Verzierungen im klaren spätbarocken Stil. Die Kirche wurde um das Fresko der Jungfrau Achiropita (7.-8. Jh.) herum gebaut, das heute auf einer Säule steht, um die herum ein neugotischer Altar errichtet wurde (15. Jh.). Die Ikone erschien auf wundersame Weise während des Baus der Kathedrale auf einem Stein: Sie stellt das Bild der Mutter Gottes (Theotokos) dar, die das Kind auf ihrem linken Arm hält. Die Kathedrale besitzt ein weiteres kostbares Juwel: den Codex Purpureus Rossanensis, ein illuminiertes griechisches Evangelium (5.-6. Jahrhundert), das eindeutig orientalischen Ursprungs ist (Antiochia von Syrien). Der Codex besteht aus 188 Blättern purpurroten Pergaments (daher der Eigenname), die das Matthäus- und das Markus-Evangelium sowie einen Brief von Eusebius an Karl von Assisi enthalten. Die Texte sind in Gold und Silber geschrieben und mit 15 Miniaturen geschmückt, die die wichtigsten Momente im Leben und in der Verkündigung Jesu illustrieren. Heute wird es aufbewahrt und kann im angrenzenden Diözesanmuseum besichtigt werden.