Die normannische Burg, die um 1056-57 von Ruggiero mit Materialien aus nahe gelegenen griechischen Tempeln erbaut wurde. Die Festung steht auf dem höchsten Teil des Hügelsystems, auf dem die Stadt ruht. Im Mittelalter war die Stadt ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt; wenn diese Besonderheit einerseits eine Reihe von Invasionen und Schäden verursachte, so ermöglichte sie es ihr andererseits, ein beträchtliches politisches Ansehen zu erlangen. Zum achteckigen Turm von Ruggiero fügte Friedrich II. dann vier Bastionen hinzu, die später von den Anjou verstärkt wurden. Das in einen Herzogspalast verwandelte mächtige Gebäude erlitt während des Erdbebens von 1783 erhebliche Schäden. Der monumentale Komplex wurde nach den 1858-59 von dem Genie durchgeführten Abrissen und Restaurierungen zunächst als Residenz der Guardia del Genio als Garnison der Guardia di Finanza genutzt. Seit Anfang der 70er Jahre von der Oberaufsichtsbehörde für das ökologische, architektonische, künstlerische und historische Erbe Kalabriens restauriert, beherbergt es seit 1995 das Archäologische Museum.