Die Seegrotte, die von einem stillgelegten Gipsbergwerk im österreichischen Hinterbrühl gebildet wird, besteht aus einer Reihe von unterirdischen Kanälen, die den größten unterirdischen See Europas bilden. Und die gleiche Ursache, die zur Schließung des Bergwerks führte, ist diejenige, die den See geschaffen hat: die Flutung der Höhlen.
1912 ging eine Sprengung im Kreidebergwerk Hinterbrühl, nur 20 Kilometer von Wien entfernt, schief, wodurch das Bergwerk vollständig überflutet wurde und sich ein See bildete. Der etwa 60 Meter unter der Erdoberfläche liegende See hat eine Fläche von 6.200 Quadratmetern und muss täglich geleert werden, da das Wasser die Höhlen nicht vollständig überflutet. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Höhlen auch von alliierten Flugzeugen stark bombardiert, da die oberen Ebenen der Höhlen zum Bau von deutschen Heeresflugzeugen genutzt wurden.