Zwischen Edinburgh Castle und dem Palace of Holyroodhouse liegt die St. Giles' Cathedral, die auf einem alten Heiligtum aus dem neunten Jahrhundert errichtet wurde. Das Gotteshaus ist dem Heiligen Giles, dem Schutzpatron der Leprakranken, gewidmet. Während und kurz nach der schottischen Reformation wurde die Kathedrale mehrfach umgestaltet, um sie dem protestantischen Stil des Gottesdienstes anzupassen. Gegenwärtig zeigt das Gotteshaus Zeugnisse aus verschiedenen Epochen. Die wichtigste Restaurierung fand statt, nachdem die Engländer die Kirche im Jahr 1385 in Brand gesetzt hatten. Jahre später wurde das Gotteshaus in einem gotischen Stil neu gestaltet. Obwohl die St. Giles' Cathedral das Hauptgotteshaus der Church of Scotland ist, ist sie technisch gesehen keine Kathedrale, da sie keinen Bischof hat. Das Innere der Kathedrale von Edinburgh Die Texturen und Farbschattierungen der Decke sind fesselnd und verleihen der Kathedrale ein charmantes Aussehen. Sie zeugt auch von den zahlreichen Reformationen im Laufe der Jahrhunderte. Obwohl die Kathedrale ursprünglich in der Form eines Kreuzes gebaut wurde, verdeckt der spätere Bau der Seitenkapellen diese Form. Der bemerkenswerteste Teil der Kirche sind die prächtigen Buntglasfenster, die den Dom in ein angenehmes Licht tauchen. Diese wurden im neunzehnten Jahrhundert eingesetzt. Im Mittelschiff steht eine Statue von John Knox, dem protestantischen Führer während der Reformation, der 1559 der erste Pfarrer in St. Giles wurde. An der südöstlichen Ecke der Kathedrale von Edinburgh finden Besucher die Thistle Chapel, einen der wichtigsten Teile der Kirche. Sie wurde zwischen 1909 und 1911 von einem Ritterorden, dem Order of the Thistle, in Auftrag gegeben. Es handelt sich um eine elegante kleine Kapelle, die in einem eigenartigen gotischen Stil gebaut wurde. Kleine Engel, die verschiedene Instrumente spielen, befinden sich an der Decke der Distelkapelle, wobei einer von ihnen natürlich den Dudelsack spielt.