Ludovica Albertoni, eine franziskanische Tertiarin, die von 1474 bis 1533 in Rom lebte, wurde 1671 seliggesprochen, und die Familie Altieri beschloss im selben Jahr, ihr in ihrer Kapelle in San Francesco a Ripa einen Altar zu widmen. Die Selige lebte ihr religiöses Leben auch aus der Erfahrung mystischer Visionen, einer Dimension der Transzendenz, die im 17. Jahrhundert von der römischen Kirche aufgewertet und gefördert wurde. Bernini stellt die Seligen im Moment des Todes dar und verwandelt diesen dramatischen Moment auch in einen Moment der Ekstase, d. h. der mystischen Vereinigung mit dem Göttlichen.