Das neue Haus des Ethnographischen Museums, das im Rahmen des Liget Budapest Projekts realisiert wurde, öffnete am 23. Mai seine Pforten für die Öffentlichkeit und empfängt die Besucher mit seinen spektakulären Ausstellungen. Das von Marcel Ferencz (NAPUR Architect) entworfene Gebäude ist der erste Zweckbau, dessen Konzept auf die Bedürfnisse eines ethnografischen Museums zugeschnitten ist. Heute befindet sich im Stadtpark an der Stelle des ehemaligen Felvonulási-Platzes eines der modernsten Museumsgebäude Europas, in dem auf einer dreimal größeren Fläche als am bisherigen Standort am Kossuth-Platz eine Sammlung von einzigartiger Vielfalt gezeigt wird. Das spektakuläre Gebäude, dessen Design an zwei sich fast umarmende Hügel erinnert, zeichnet sich durch seine einzigartige Fassadendekoration aus, die aus fast einer halben Million Pixel besteht und eine zeitgenössische Adaption von zwanzig ungarischen und zwanzig internationalen ethnografischen Motiven darstellt, sowie durch seinen mehr als siebentausend Quadratmeter großen Dachgarten, von dessen höchstem Punkt sich ein atemberaubendes Panorama eröffnet. Bei einem der renommiertesten Wettbewerbe der internationalen Immobilienbranche, den International Property Awards in London, wurde das Ethnografische Museum 2018 allein aufgrund seiner architektonischen Gestaltung zur weltweit besten öffentlichen Architektur gekürt und mit dem Hauptpreis für die beste Architektur ausgezeichnet." Das Ethnografische Museum in Budapest ermöglicht es den Besuchern, etwas über die ungarische Folklore und das Alltagsleben in Ungarn vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg zu erfahren. Die Exponate des Museums stammen aus Ungarn, der Slowakei und Rumänien. Das Museum verfügt über eine Dauerausstellung, außerdem gibt es zahlreiche Wechselausstellungen zu ganz unterschiedlichen Themen sowie verschiedene Bildungsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche.
Die Dauerausstellung des Ethnografischen Museums zeigt alle Aspekte des Lebens der Bewohner des Pannonischen Beckens, sowohl materiell als auch geistig. Hier sehen wir ein Modell der Küche und der Kirche aus dem Anfang des 20. Die Ausstellung ermöglicht es den Besuchern, sich mit dem Handwerk und den Werkzeugen vertraut zu machen, die von Vertretern verschiedener Berufsgruppen verwendet wurden, wie z. B. Schmiede, Töpfer und Schneider. Darüber hinaus stellt die Ausstellung verschiedene Rituale, Bräuche und Aberglauben vor, die Ungarn im Alltag und bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen begleiteten.