Eines der schönsten Beispiele eines italienischen Villengartens der Renaissance liegt hinter der Villa des venezianischen Diplomaten Agostino Giusti in Verona. Er gab den Garten 1570 in Auftrag, und er ist in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich.
Erstens ist er relativ klein, und zweitens führt er nicht als Kulisse für die Villa nach oben, sondern erhebt sich steil über der Villa, um vom Dach der Villa aus einen der schönsten Ausblicke über die Stadt zu bieten.
Der Garten ist für einen Wohnsitz in der Stadt wunderschön gestaltet, mit seinen formalen Parterres, dem Heckenlabyrinth und den gewundenen Wegen, die zum Flanieren einladen und eine schattige Atempause von Veronas Sommerhitze bieten. Den wilderen Teil erreicht man über schmale, von Sträuchern und Bäumen gesäumte Wege, die steil zu einer Grotte und einer Terrasse hinaufführen.